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Kampfabstimmung am Uellendahl: Zwei wollen Bürgermeister sein

Kampfabstimmung am Uellendahl: Zwei wollen Bürgermeister sein

Die SPD will mit Gabriela Ebert als Kandidatin den langjährigen CDU-Bürgermeister Hans-Joachim Lüppken ablösen.

Uellendahl. Es dürfte die spannendste Sitzung werden, die die Bezirksvertretung (BV) Uellendahl-Katernberg seit vielen Jahren erlebt hat: Am morgigen Donnerstag um 18.30 Uhr will die SPD mit Gabriela Ebert als Kandidatin den langjährigen Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Lüppken (CDU) ablösen. Gabriela Ebert bestätigte am Dienstag gegenüber der WZ: „Wir streben am Donnerstag den Wechsel an.“

Die SPD hat mit fünf Sitzen zwar immer noch einen Sitz weniger als Lüppkens CDU, doch hinter den Kulissen wurden bereits neue Mehrheiten organisiert (Grafik rechts). Offiziell hat am Dienstag die Vertreterin der Linken, Petra Mahmoudi, verlauten lassen: „Ich kenne Gabriela Ebert sehr gut und werde sie unterstützen.“

Nach WZ-Informationen haben auch die Grünen (3 Sitze) signalisiert, dass sie für die SPD-Kandidatin sind. Gabriela Ebert bestätigt allerdings nur, dass es bei Gesprächen mit den Grünen „viele Übereinstimmungen“ gegeben habe. Ebert: „Ich warte die Wahl ab.“ Der FDP-Mann in der BV, Michael Daemgen, tendierte am Dienstag allerdings auch schon zur SPD-Kandidatin: „Angesichts der neuen Mehrheitsverhältnisse“, wie er der WZ sagte.

Und Hans-Joachim Lüppken? „Ich würde gerne weiter machen“, sagte er am Dienstag der WZ. Zehn Jahre — zwei Legislaturperioden — war er Bezirksbürgermeister, ist vor allem am Dönberg exzellent vernetzt. Dass die Entscheidung schon gefallen ist, glaubt er nicht: „So spannend war eine Bezirksbürgermeisterwahl noch nie“, sagt er.

Die Kampfabstimmung am Donnerstag ist übrigens keine Kritik an Lüppkens Führungsstil. Die Bewertungen des Bezirksbürgermeisters sind quer durch alle Parteien positiv.

Warum dann der Wechsel? Die SPD will zukünftig „andere Schwerpunkte setzen“. Für Grüne und Linke geht es unter anderem auch darum, erstmals eine Frau an der Spitze der Bezirksvertretung zu haben.