Husch-Husch soll auf den Werth — jetzt macht die Politik Druck

Husch-Husch soll auf den Werth — jetzt macht die Politik Druck

2014 soll das Denkmal für das Wuppertaler Original stehen. Die CDU fordert von der Stadt mehr finanzielles Engagement.

Wuppertal. 2014 soll Husch-Husch auf dem Werth stehen. Das Geld hat der Förderverein praktisch zusammen, auch einen favorisierten Entwurf des Künstlers Klaus Burandt gibt es schon. Und trotzdem gibt es weiterhin Diskussionen um das Denkmal für das Wuppertaler Original, bürgerlich Peter Held.

Jetzt hat sich Michael Müller, CDU-Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, eingeschaltet. Er lobt das Engagement des Fördervereins, kritisiert aber die Stadt. Die CDU habe kein Verständnis dafür, „wenn jetzt an der Standortfrage und den möglichen Unterhaltungskosten eine solch bemerkenswerte Initiative mit dieser großartigen Resonanz scheitern würde“, schreibt Müller. Immerhin sei das Denkmal auch ein Geschenk der Bürger an die Stadt. Das betont auch Klaus Prietz vom Förderverein und fragt: „Warum will die Stadt das Geschenk nicht annehmen?“

Hintergrund: Wie der Förderverein kürzlich mitteilte, kann die Stadt aus finanziellen Gründen für den Unterhalt des Denkmals nicht aufkommen — obwohl die Kosten noch gar nicht beziffert werden können. Das bestätigt Ulrike Schmidt-Kessler vom Presseamt. Grundsätzlich sehe man die Initiative aber positiv. „Das Denkmal hätte auch einen Mehrwert für die Fußgänger“, so Schmidt-Kessler. Wenn eine Lösung gefunden würde, die die Stadt entlaste, „würden wir uns natürlich freuen“.

Für die Skulpturen von Zuckerfritz und Mina Knallenfalls gebe es beim Gebäudemanagement zwar einen Topf, der sei jedoch ausgereizt. Die Standortfrage sei bei Husch-Husch aus Sicht der Stadt allerdings gar kein Problem, betont Schmidt-Kessler. Am Werth 75 bis 77 soll er stehen. Das sei mit allen Betroffenen abgestimmt.

Bis es soweit ist, könnte es aber noch dauern. „Bisher gibt es ja auch nur eine zweidimensionale Zeichnung“. Derzeit werde in einer Arbeitsgruppe mit Vertretern der Stadt und des Fördervereins auch ein Vertrag erarbeitet. „Ob Gestattungsvertrag oder Dauerleihgabe, das ist noch zu klären.“

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