Hoteldirektor: „Mehr Wuppertal geht nicht“

Besuch des Direktors : Hoteldirektor: „Mehr Wuppertal geht nicht“

Julian Gaus ist vom Standort des neuen Holiday Inn Express überzeugt.

. Vor 25 Jahren ist Julian Gaus erstmals durch Wuppertal geschwebt, was den Jungen aus Mönchengladbach damals schwer beeindruckt hat. Wenn der General Manager des Hotels „Holiday Inn Express“ ein Vierteljahrhundert später von seinem künftigen Arbeitsplatz schwärmt, dann kommt ganz schnell die Schwebebahn zur Sprache. „An unserem Frühstücksraum im ersten Stock wird die Schwebebahn auf Augenhöhe vorbei schweben. Mehr Wuppertal geht einfach nicht“, sagt Julian Gaus (35), dessen Aufgaben mit Hoteldirektor nur unzureichend beschrieben sind.

„Einen Hoteldirektor im klassischen Sinn gibt es eigentlich nicht mehr. Im Grunde bin ich Regionaldirektor, der für mehrere Destinationen zuständig ist“, sagt Gaus. Er schwärmt nicht nur von der Schwebebahn, sondern auch von dem Standort des Hotels an der Ecke Wall/Schloßbleiche. In fußläufiger Nähe liegen der Schwebebahnhof Döppersberg und der Hauptbahnhof. Da bietet sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln geradezu an. 164 Betten hält das Hotel bereit, 37 Stellplätze in einer Tiefgarage für alle, die mit dem Auto anreisen.

Den Schwerpunkt seiner Arbeit wird Gaus zu Beginn des nächsten Jahres auf Wuppertal legen, denn als Eröffnungstermin wird der 28. Januar 2019 angepeilt. Eine wichtige Zielgruppe für das Holiday Inn Express sind Geschäftsleute. „Ich bin überzeugt, dass Wuppertal sehr viel Potenzial hat, wobei dies nicht nur Besucher der großen Messen in Düsseldorf, Köln oder Essen betrifft. Auch die in Wuppertal ansässigen Unternehmen wie zum Beispiel Vorwerk, Bayer oder die Versicherungen haben Bedarf bei Übernachtungsmöglichkeiten für ihre Mitarbeiter und Geschäftskunden. Wuppertal ist eine A-Destination“, sagt Julian Gaus, der das Intercity-Hotel oder das Vienna House Easy als Mitbewerber am Standort nennt.

Seit Jahren wird an der Schlossbleiche gebaut. Komplikationen gab es, als bei Betonarbeiten ein Kanal der Stadtwerke beschädigt wurde. Der vermeintliche Bombenfund direkt an der Baustelle ist ein weiteres Kapitel in der Baugeschichte. Nun sehnen nicht nur die Hotelbetreiber GS Star, sondern auch die Anwohner und benachbarten Geschäfte die Eröffnung des Hotels herbei. Während Rezeption, Frühstücksraum und die Hotel-Bar im ersten Stock angesiedelt sind, sollen im Erdgeschoss Gastronomie-Betriebe einziehen. Auch in dieser Beziehung sieht Julian Gaus in Wuppertal noch „viel Potenzial“. ab

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