Heilige Anna: Eine segensreiche Zukunft für die Frauenklinik

Heilige Anna: Eine segensreiche Zukunft für die Frauenklinik

Die Klinik soll mit einem neuen Namen ihren alten Glanz zurückbekommen.

Elberfeld. „Hurra, es ist ein Mädchen.“ Mit diesen Worten wurde am Freitag der neue Name der nun ehemaligen Klinik Vogelsangstraße gefeiert. „St. Anna-Klinik“, so heißt das Krankenhaus in der Elberfelder Nordstatt schon seit einigen Wochen.

Zum Neujahrsempfang des Klinikverbundes St. Antonius und St. Josef ist nun auch die heilige Anna mit in den Kreis der Patronen der Wuppertaler Kliniken offiziell aufgenommen worden. „Es ist nicht immer leicht, einen passenden Namen zu finden“, sagte Adelheid May, Geschäftsführerin des Klinikverbundes. Doch im Falle des Krankenhauses war der Name relativ schnell klar — schließlich ist das Haus, hervorgegangen aus einer Hebammenschule über die Landesfrauenklinik, heute im Bergischen Land führend, wenn es um das Thema Geburt und Frauengesundheit geht.

Und wer wäre da ein besserer Namensgeber als die heilige Anna, die Schutzheilige der Gebärenden und der Mütter. „Sie ist aber auch die Schutzpatronin der Weber und passt damit auch zu unserer Stadt“, so May im Bezug auf die erfolgreiche Textilindustrie Wuppertals im 19. Jahrhundert. Als Mutter der Gottesmutter Maria und damit der Großmutter Jesu, ist die heilige Anna eine bedeutende Patronin und soll in Zukunft der Klinik eine segensreiche Arbeit bescheren.

Zur feierlichen Namensänderung hatte sich die Geschäftsführung dann auch noch drei Paten für die „kleine Anna“ eingeladen. Stadtdechant Bruno Kurth betonte die christliche Unternehmensstruktur des Krankenhauses: „Der Mensch muss immer im Mittelpunkt stehen.“ Auch als Patin an seiner Seite richtete Vivica Mittelsten Scheid ihre Worte an die Gäste. Als Schirmherrin für viele wohltätige Projekte rund um die Themen Kinder und Familie im Tal betonte sie: „Kindern eine Chance zu geben, ist für mich eine wichtige Aufgabe. Und hier finden sie ihren Start ins Leben.“

Rund 2000 Kinder erblicken in der Klinik jährlich das Licht der Welt. Einige von ihnen besuchen dann sicher auch die Schule des dritten Paten: Rudolf Hösen, Schulleiter des St. Anna Gymnasiums, kam nicht nur wegen der Namensverwandtschaft, sondern auch um eine Basis für zukünftige Kooperationen zu legen. Die Umbenennung bedeutet für ihn noch mehr: „Es wird nun auch nach Außen hin deutlich, dass diese Klinik unter katholischer Trägerschaft läuft.“

Und auch für den Geschäftsführer der St. Anna-Klinik Martin Grunewald ist die Umbenennung nicht nur eine Worthülse: „Wir werden der Klinik wieder den Glanz zurückgeben, den sie verdient.“ Zusammen mit seinen Mitarbeitern will er daran arbeiten, den Rost der letzten Jahre zu beseitigen, damit die hohen medizinischen Standards den entsprechenden Rahmen haben — und somit viele weitere Kinder ins Leben geholt werden können.

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