Haus Fahrenkamp: Zweite Bauphase läuft

Haus Fahrenkamp: Zweite Bauphase läuft

Die ersten Verträge mit den neuen Mietern des Sinn-Leffers-Hauses sind unterzeichnet.

Elberfeld. Auf den ersten Blick sieht es nicht unbedingt danach aus, dass bereits im März 2012 die ersten Kunden im dann runderneuerten Haus Fahrenkamp einkaufen können. Das ehemalige Sinn-Leffers-Haus am Wall in Elberfeld besteht derzeit aus nicht viel mehr als den Grundmauern. Doch Projektsteuerer Lothar Haase ist sich seiner Sache sicher: „Ein Bau ist zwar immer wie eine Weltreise vor Ort, aber wir sind zuversichtlich, das Haus in elf Monaten eröffnen zu können“, sagte Haase gestern beim Startschuss zur zweiten Bauphase.

Etwas mehr als ein Jahr dauern die Bauarbeiten bislang an. Rund 1850 Tonnen Bauschutt, Schrott, Holz, Asbest und Glas haben die Arbeiter in diesem Zeitraum aus dem alten Haus entfernt. Nun geht es daran, das Skelett wieder mit Leben zu füllen. Wenn in rund einem Jahr alles fertig ist, wird die Albin und Aenne Witter-Stiftung, der das Haus gehört, rund 10 Millionen Euro in den Umbau gesteckt haben.

Damit sich die Investitionen lohnen, hoffen die Stiftungsverwalter, möglichst langfristige Mietverträge mit potenten Einzelhändlern abschließen zu können. „Wir streben Verträge von zehn Jahren und länger an“, sagte Projektsteuerer Haase. Wer das Einzelhandelsangebot der Innenstadt bereichern wird, verriet Haase allerdings noch nicht, ließ aber durchblicken, dass bereits ein Vertrag mit einem internationalen Unternehmen für Damenbekleidung, das in Wuppertal bislang noch nicht ansässig ist, abgeschlossen wurde.

Dieses wird dann in eines der drei unteren Geschosse kommen, in die mindestens sechs Einzelhändler einziehen sollen. Das dritte Obergeschoss ist für Arztpraxen und andere Gesundheitsexperten reserviert, in die Etagen vier und fünf kommen Büros, die Haustechnik geht in die oberen beiden Stockwerke des Hauses Fahrenkamp.

Dass das Haus seinen alten Namen wieder hat, liegt an der Gebäudestruktur. Haase: „Wir wollten zum Ursprungsnamen zurück, weil seit sechs Generationen immer nur weitergebaut, aber nie saniert wurde. Wir haben jetzt alle nachträglichen Einbauten entfernt. Das Haus ist nun wieder so, wie es zu Beginn seiner Geschichte aussah.“

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