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Hallenbad Röttgen: Vereine und Schulen freuen sich auf das Bad

Hallenbad Röttgen: Vereine und Schulen freuen sich auf das Bad

Das Hallenbad am Röttgen ist frisch saniert. Die Freizeitschwimmer kritisieren die neuen Öffnungszeiten.

Uellendahl. Die Vereine konnten es kaum erwarten „Wir sind froh, dass wir endlich wieder in unser eigenes Bad wechseln können“, freut sich Andrea Schmidt vom TSV 1887 Wuppertal über die Wiedereröffnung des Stadtbades Röttgen. In Uellendahl kann wieder geschwommen werden — und das in einem „top sanierten Bad“, wie Peter Keller, der Leiter des Sportamtes, betont. „Alles ist energetisch und technisch auf dem allerneuesten Stand.“ Dem Konjunkturpaket II sei Dank — knapp 2,3 Millionen Euro wurden investiert.

Das Bad wartet unter anderem mit einer neuen Verglasung und einer neuen Deckendämmung auf. Um etwa ein Drittel sollen die Betriebskosten in Zukunft sinken, kündigt Angelika Sprenger vom Städtischen Gebäudemanagement an. Ein Schwerpunkt der Sanierung war auch, das Hallenbad behindertengerechter zu machen. So gibt es jetzt zum Beispiel einen Aufzug.

Für die Vereine sind jetzt die Zeiten vorbei, in denen Kurse in andere Bäder verlegt oder sogar ganz gestrichen werden mussten. „Viele unserer Kinder kommen aus der direkten Umgebung in Uellendahl“, erklärt Bernd Pawelzik, Vorsitzender von Hellas Wuppertal.

Auch Andrea Schmidt freut sich, dass die Wege für den Nachwuchs wieder kürzer sind. Der TSV bietet in Kooperation mit dem TV Uellendahl immer mittwochs seine Schwimmeinheiten an. Die Nachfrage sei groß. Einziges Manko aus Schmidts Sicht im neuen Bad sei, dass es kein Bistro mehr gibt. „Das war immer praktisch für die Eltern, die während der Kurse auf ihre Kinder gewartet haben.“ Immerhin habe die Stadt aber noch Tische und Stühle zur Verfügung gestellt.

Kritik muss sich die Stadt allerdings von den Freizeitschwimmern gefallen lassen. Die Öffnungszeiten wurden eingedampft (siehe Kasten). Wer am Röttgen schwimmen will, muss früh aufstehen. „Die Ressourcen werden immer knapper“, argumentiert Peter Keller. Geld für Personal habe die Stadt nicht. Dafür profitiere jetzt in vollem Umfang der Schul- und Vereinssport — der selbst für eine Aufsicht sorgt. „Anders ist das momentan nicht möglich“, räumt Keller ein.

Gibt es denn Alternativen für die Freizeitschwimmer, ohne auf andere Bäder auszuweichen? Bernd Pawelzik kann die Enttäuschung verstehen. „Wenn Interesse besteht, könnten sie ja vielleicht auch bei uns schwimmen.“