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Großbaustelle Sinn-Leffers-Haus: Neues Leben im alten Kaufhaus

Großbaustelle Sinn-Leffers-Haus: Neues Leben im alten Kaufhaus

Das ehemalige Sinn-Leffers-Haus wird für Einzelhandel, Büroflächen und Arztpraxen umgebaut.

Elberfeld. Im Café hoch über dem Wall war der Ausblick fantastisch: Ein Besuch dort krönte unzählige Einkaufserlebnisse im Elberfelder Zentrum der 60er Jahre. Die Besucher-Terrasse mit Panorama-Sicht auf Rathaus, Von der Heydt-Museum und Schwebebahn gibt es längst nicht mehr. Auch die letzten Shopping-Erlebnisse im ehemaligen Sinn-Leffers-Haus am Wall liegen fast zwei Jahre zurück.

Das zumindest dürfte sich aber schon bald ändern: Zurzeit wird das traditionsreiche Gebäude, das auch als Kaufhaus Michel und Haus Fahrenkamp bekannt ist, aufwändig umgebaut: "Es wurde bis auf die Grundmauern entkernt", sagt Joachim Glessmann, der die Immobilie für die Albin und Aenne Witter-Stiftung Hanau verwaltet

Ihr gehört der denkmalgeschützte Komplex aus dem Jahr 1929/30 mit seinen sieben Etagen, der seit Februar renoviert wird und auch eine neue Fassade erhalten soll. Zwar halte man dabei an der bekannten Optik fest, "und auch die Struktur bleibt erhalten", sagt Joachim Glessmann. "Aber sie wird komplett modernisiert." Außerdem soll alles auf den neuesten Stand der Energietechnik gebracht werden

"Einige Mieter habe wir bereits."

Joachim Glessmann, Hausverwalter. Wer in das Gebäudeeinzieht, wird allerdings noch

geheimgehalten.

Zurzeit ist das fast 30 Meter hohe Gebäude "hohl", schon bald werden per Baukran großformatige Betonplatten über das - noch zu öffnende - Dach in den Bau gelassen. Sie werden die Etagen von unten nach oben schließen. "Das ist die beste Vorgehensweise", sagt Glessmann. Auch bei den nun anstehenden Arbeiten lasse sich Lärmbelästigung nicht ganz vermeiden, "doch so laut wie bei der Entkernung wird es nicht mehr". Vorgesehen ist im neuen Haus ein Mix aus Einzelhandelsflächen und Räumen für Büros und Arztpraxen. Auf jeder Etage gibt es zwischen 800 und 1.000 Quadratmetern Platz. "Einige Mieter haben wir bereits", sagt Joachim Glessmann. Wer genau ins Haus am Wall zieht, werde allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben

Viele Elberfelder dürfte eine weitere Veränderung am Gebäude freuen: Geplant ist, den Haupteingang zum Geschäftszentrum wieder zum Wall zu verlegen. Ein Café wie einst zu Hertie-Zeiten wird es nicht wieder geben - doch dafür womöglich viele neue Einkaufserlebnisse.