Groß-Sanierung: Alles neu im Paul-Hanisch-Haus

Groß-Sanierung: Alles neu im Paul-Hanisch-Haus

Die Caritas hat ihr Altenzentrum Paul-Hanisch-Haus für 7,5 Millionen Euro umgebaut und saniert.

Varresbeck. Am Dienstag um 12.20 Uhr waren die eineinhalb Jahre endgültig vorbei. Als Architekt Wolf-Dieter Gawehn-Harnisch unter dem Applaus der Festgäste symbolisch den Hausschlüssel an Giesela Weppeler, Vorsitzende des Heimbeirats, übergab, war der Umbau des Caritas-Altenzentrums im Paul-Hanisch-Haus in der Straße Stockmannsmühle offiziell abgeschlossen.

Für die 130 Bewohner begann damit nicht nur eine neue Zeit im grundsanierten Seniorenheim, gleichzeitig endete die teils stressige Übergangsperiode. Die sah für rund 100 Bewohner so aus, dass sie für die Bauzeit im Altenstift an der Hugostraße in Barmen untergebracht waren. Aber auch die Senioren, die im Paul-Hanisch-Haus blieben, erlebten nicht gerade ruhige Stunden. „Es gab viel Dreck und Staub sowie Lärm durch das Herausklopfen der Wände“, sagte Giesela Weppeler, fügte aber sogleich an, „dass wir das für dieses tolle neue Haus gern in Kauf genommen haben“.

Worte, die Christoph Humburg, Direktor des Caritasverbandes Wuppertal/Solingen, gern hörte. Rund 7,5 Millionen Euro hat das katholische Hilfswerk in den Umbau gesteckt, der vor allem eines bieten soll: mehr Komfort für die Bewohner. „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass das Paul-Hanisch-Haus das tägliche Zuhause der Bewohner ist. Dieses Lebensumfeld wollten wir so schön und offen wie möglich gestalten“, sagte Humburg.

So wurden nicht nur die Bäder modernisiert und vergrößert sowie mehr Einzelzimmer geschaffen. Besonderen Wert legten die Planer und Architekten auf eine wohnliche Atmosphäre. Neue Terrassen und Balkone, große Aufenthaltsräume und Selbstversorgerküchen prägen nun das Bild des Hauses.

Auch Wolf-Dieter Gawehn-Harnisch vom Wuppertaler Architekturbüro Gruppe 3 blickte nach 18 Monaten Bauzeit zufrieden auf sein Projekt und sprach von einem „sauberen Bauablauf“. Auch die statischen Eingriffe seien ohne Komplikationen verlaufen, obwohl es nun weniger, aber größere Aufenthaltsräume gibt. Der Vorteil: Die Gruppe 3 ist auf Senioren- und Pflegeheime spezialisiert. Gawehn-Harnisch: „Wir bauen regelmäßig barrierefrei und behindertengerecht.“ Davon profitieren seit Dienstag nun vor allem die Bewohner.

Mehr von Westdeutsche Zeitung