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Fünf Millionen für das Neviandtstift

Fünf Millionen für das Neviandtstift

Das städtische Altenheim erhält einen Anbau, wird umgebaut und hergerichtet. Nebenan entsteht eine Kita.

Elberfeld. Zum Neujahrsempfang im Altenheim an der Neviandtstraße — oft noch Neviandtstift genannt — brachte Sozialdezernent Stefan Kühn Neuigkeiten für die Bewohner mit: „Wir wollen einige Millionen in Ihr Zuhause investieren“, kündigte er an. Denn um neuen Vorschriften zu genügen, muss das Haus demnächst mehr Einzelzimmer haben. Zudem werde auf dem Gelände eine Kita entstehen. Zusammen mit dem geplanten Studentenwohnheim im ehemaligen Haus C des Heims entstehe „ein Treffpunkt der Generationen.“

Fünf Millionen für das Neviandtstift
Foto: Andreas Fischer

Heute leben 166 Menschen in der Einrichtung an der Neviandtstraße, 80 Prozent in Doppelzimmern, der Rest in Einzelzimmern. Demnächst verlangen gesetzliche Vorgaben jedoch, dass 80 Prozent der Zimmer Einzelzimmer sind, die ein eigenes Bad haben oder sich eins mit dem Nachbarzimmer teilen.

Damit das Altenheim diese Vorgaben erfüllt, muss an der Neviandtstraße wie in allen städtischen Altenheimen kräftig investiert werden. Über zwölf Millionen werde das kosten, schätzt Stefan Kühn. Ein großer Teil davon, rund fünf Millionen Euro, sollen an die Neviandtstraße gehen.

Dort ist ein Anbau an den „Hochhaus“ genannten Trakt mit 68 neuen Zimmern geplant. Gleichzeitig werden bestehende Zimmer umgebaut. Am Ende soll das Heim 117 Einzelzimmer und 21 Doppelzimmer für insgesamt 159 Bewohner haben.

Im Altbau wird es dann keine Bewohnerzimmer mehr geben. Wie genau das schöne alte Gebäude von 1910 genutzt wird, stehe noch nicht fest, erläutert Ulrich Renziehausen, Chef des städtischen Betriebs Alten- und Altenpflegeheime (APH), der die Heime betreibt. „Es könnte eine Bewohner-WG geben, aber auch Büro- und Seminarräume könnte ich mir gut vorstellen.“ Auf jeden Fall wollen sie den schönen Saal in der ehemaligen Kapelle weiter nutzen.

Die Baumaßnahmen betreffen auch das Dach, Energiesparmaßnahmen und die Fassade, die dann wieder ansehnlicher aussehen soll. „Das wird ein attraktives Eingangstor zur Stadt“, verspricht Stefan Kühn. Bis das alles zu sehen ist, wird es aber noch eine Weile dauern: Etwa Mitte 2018 sollen die Umbauten fertig sein, lautet die bisherige Planung.

Dann soll auch die neue Kita in Betrieb sein, die auf dem Hügel hinter den Altbauten vorgesehen ist — übrigens an der Stelle, an der einst die Schweine des Heimleiters gehalten wurden, wie Renziehausen den Heimbewohnern augenzwinkernd erzählt. Die Kita soll bis zu sechs Gruppen aufnehmen.

Schon zu sehen sind die Arbeiten am ehemalige Haus C des Altenheims. Das Gebäude wurde verkauft und wird derzeit umgebaut. Dort sind Studentenwohnungen geplant.