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Freibad Mirke: Der Zwei-Millionen-Euro-Plan

Freibad Mirke: Der Zwei-Millionen-Euro-Plan

Wenn es nach dem Förderverein geht, soll im Jahr 2016 im Bad wieder geschwommen werden.

Mirke. Seit die Stadt Ende 2010 das Traditionsfreibad Mirke aufgegeben hat, ist das Becken trocken gefallen. Zu groß scheinn die Mängel und die Sanierungskosten, zu teuer der bisherige Unterhalt. Das aber könnte sich schon in wenigen Jahren ändern — denn der Förderverein Pro Mirke hat Großes mit dem 162 Jahre alten Bad vor. Mit einer Machbarkeitsstudie hat der Verein jetzt den nächsten Schritt zu einer Wiederbelebung des Bades gemacht, wie der Vorsitzende Heiner Mokroß jetzt bei der Jahreshauptversammlung des Vereins verkündete.

Aus einem der ältesten Bäder Deutschlands soll ein Naturbad werden, dass nicht nur der nassen Erholung dient. „Wir wollen den Sportcharakter erhalten, aber auch Kultur anbieten“, erklärt Mokroß. „Kinder sollen an das Thema Wasser herangeführt werden und selber Pflanzen ziehen können. Auf einer Holzbühne, die auf das Wasser ausgefahren werden kann, soll es abendliche Konzerte geben.“ Eine Sandfläche am hinteren Beckenrand sowie Terrassen im Park des Bades sollen als Sport- und Freizeitflächen dienen.

Bei all dem legt der Verein besonderen Wert auf Zukunftstauglichkeit: Alles wird ebenerdig und barrierefrei geplant; ein Fahrradparkplatz im Bad soll für Sicherheit für die Drahtesel sorgen, das Wasser wird mit einer Biofilteranlage gesäubert. Der Umbau soll zirka zwei Millionen Euro kosten. Dazu kommen weitere 43 000 Euro jährliche Betriebskosten, die der Verein durch Spenden- und Förder- sowie Eintrittsgelder aufbringen muss.

„Wenn alles nach Plan läuft und wir die Finanzierung auf die Beine gestellt bekommen, könnten wir vielleicht sogar schon 2016 eröffnen. Das wäre dann pünktlich zum 165-jährigen Geburtstag“, erläuter Mokroß den Plan. Bis dahin aber wird der Verein nicht untätig bleiben. Bereits in der Vergangenheit haben Aktionen wie Konzerte und Feste sowie die Bereitstellung des Geländes als Campingplatz für das Festival „Feuertal“ für Schlagzeilen gesorgt und Geld in die Kassen des Vereins gespült.

Auch in 2013 wird es deshalb wieder viele Aktionen im Bad geben — angefangen mit einem Folk-Festival am 20. April und der größten Picknickdecke Wuppertals am 1. Mai. Langweilig wird es so im Freibad Mirke sicher auch ohne Wasser nicht werden.