Förderverein sorgt sich um den Klophauspark

Förderverein sorgt sich um den Klophauspark

Förderverein Historische Parkanlagen setzt sich ein.

Südstadt. Der Weg hinauf zu Tony Craggs Skulpturenpark ist inzwischen gut ausgeschildert. Dass sich nicht weit davon ein anderer ausladender Park befindet, ist fast nur den direkten Anwohnern bekannt. Auch der Name der Grünanlage ist in Vergessenheit geraten: Klophauspark. Er rührt von einem späteren Besitzer, dem Fuhrunternehmer Klophaus, der sich dort einen Sommersitz leistete.

Ursprünglich hatten der Park und eine mittlerweile verschwundene Villa einem bedeutenden Wuppertaler Mäzen gehört. „Ludwig von Lilienthal war Eigentümer eines großen Wuppertaler Modewarenhauses, zugleich aber auch — selbst ein Dichter und Maler für den Hausgebrauch — der Mäzen des frohen Wuppertaler Poeten- und Künstlerkreises, der sich oft in seinem gastfreien Haus versammelte.“ So berichtet der Journalist und Augenzeuge Albert Herzog, der hernach erzählt, wie von Lilienthal in die deutsche Kolonialgeschichte eingebunden war und engen Kontakt zu Bismarck pflegte.

So hat sich mit dem vergessenen Anwesen, das sich oberhalb der Kluse befindet, ein weiteres Zeugnis für die einst immense wirtschaftliche Bedeutung Wuppertals erhalten — freilich aber auch ein weiteres Sorgenkind. Der Stadt fehlen die Mittel, den Klophauspark wieder in einen ansehnlichen Zustand zurückzuführen.

Geschichte ist inzwischen auch die Galerie von Annelie Brusten, die bis vor wenigen Jahren in Lilienthals klassizistischem Pavillon beheimatet war. Einzig der Förderverein Deweerthscher Garten, inzwischen Förderverein Historische Parkanlagen Wuppertal, meldet sich noch als Fürsprecher des Parks.

Nachdem aber die Sanierung des Weyerbuschturms abgebrochen wurde, um den sich der Verein ebenfalls müht, stehen die Zeichen für den Klophauspark noch weitaus schlechter. Dass die Wolkenburgtreppe als alter Zuweg zum Park je wieder begehbar sein wird, ist unwahrscheinlich. gör

Mehr von Westdeutsche Zeitung