Erfolgsrezept aus dem Wuppertaler Norden

Erfolgsrezept aus dem Wuppertaler Norden

Die Aktion „Kunst & Gourmet“ kommt auch in diesem Jahr sehr gut an.

Dönberg. Isabelle Lutz kommt jedes Jahr. "Das Fest gefällt mir gut, die Feiern auf dem Dönberg soll man auch besuchen", sagt Lutz, die seit 1993 dort wohnt. Brigitte Georg ist zum ersten Mal als Besucherin von "Kunst & Gourmet" dabei. "Ich bin ganz begeistert." Jetzt hat sie beim Essen die Quahl der Wahl. Hähnchenbrustfilet auf Marsalla-Schaum oder Schweinefiletmedaillon mit Schalotten-Rotweinsauce? Die Kunst hat Brigitte Georg schon ausführlich betrachtet. Doch jetzt wird gegessen. "Die Preise sind in Ordnung", sagt sie.

Kunst und Gourmet - das ist seit 2007 ein Erfolgsrezept auf dem Dönberg. "Leckeres Essen genießen und Kunst zu erleben, das passt immer", sagt Hans-Joachim Lüppken von der Interessengemeinschaft Dönberger Vereine, die die Veranstaltung im vierten Jahr ausrichtet.

Zuvor hatte die IG 25 mal das Budenfest auf dem Dönberg ausgerichtet. "Das war nicht mehr zeitgemäß", sagt Lüppken. So sei man auf die Verbindung zwischen Kunst und gutem Essen gekommen. Der Partyservice von Holger Schimmelpfennig ist seit zwei Jahren dabei. "In diesem Jahr gehen die Garnelen mit Rucola-Creme und der italienische Käse besonders gut", sagt Schimmelpfennig. Weinbegleiter ist ein Sauvignon aus dem Friaul.

Wenige Schritte entfernt vom Kochzelt haben Studentinnen der Bergischen Universität Wuppertal, Fachbereich Kunst, ihre Bilder ausgestellt. Professorin Katja Pfeiffer hat sofort zugesagt, als die IG angefragt hatte. Acht Studentinnen stellen ihre aktuellen Werke vor.

Und die müssen nicht unbedingt mit Gourmet zu tun haben. Laura Ohlendorf aus Erkrath stellt Fotografien vor, die doppelt belichtet wurden. Anregungen hat Großmutter Hedwig Lindemann (89) geliefert. "Sie hatte die alten Stoffe, die ich verwendet habe", sagt Ohlendorf, "sie hat viel genäht und nichts weggeworfen." Ideen für die Künstlerin waren auch alte Familienfotos.

2011 wird es wieder Kunst & Gourmet gegen", sagt Hans-Joachim Lüppken. Die Vision, dass viele Köche ihr Angebot präsentieren, hat er noch immer im Kopf. Vielleicht klappt es damit ja im nächsten Jahr.

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