Eine Chance für den Belvedere-Turm

Die Bezirksvertretung will das marode Denkmal an der Kohlstraße erhalten.

Uellendahl. Ist der marode Belvedere-Turm an der Kohlstraße doch noch zu retten? Nachdem die WZ berichtet hatte, dass der Eigentümer bei der Stadt die Genehmigung zum Abriss eingereicht hat, scheint noch einmal Bewegung in die Sache zu kommen. In der Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg ist man sich jedenfalls einig, dass die Stadt noch einmal „den Stand der Dinge“ mitteilen soll.

In der jüngsten Sitzung schwang dabei der leise Argwohn mit, dass vielleicht doch nicht alles getan wurde, um den unter Denkmalschutz stehenden Turm — er wurde 1896 erbaut und ist seit Jahren komplett eingerüstet — zu retten. Daniel Eichler von der CDU: „Dazu müssen wir alles wissen.“

Die Fakten sind betrüblich, wie Sitzungsleiter Winfried Schrahe (SPD, stellvertretender Bezirksbürgermeister) zusammenfasste: „160.000 Euro kostet die Sanierung. Warum sollte der Eigentümer einen Euro dazutun?“, fragte er in die Runde und prompt regte sich Widerstand gegen die Aufgabe des Turms.

Charlotte Weilbrenner von der FDP: „Mich würde interessieren, wie der Turm von innnen aussieht. Vielleicht kann man ja doch da drin wohnen.“

Zur Erinnerung, Helmuth Liesegang, Sprecher der Eigentümer-Gesellschaft, hat gegenüber der WZ konstatiert, dass man vergeblich nach einem Käufer gesucht habe. Eine Sanierung für den Turm sei utopisch, zu groß der wirtschaftliche Aufwand. Aber: Wenn sich doch noch ein ernsthafter Interessent fände, werde man verkaufen.

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