Ein neues Bett für den Mirker Bach

Die WSW sanieren den Kanal. Für die Arbeiten muss eine provisorische Baustraße am Rande der Nordbahntrasse angelegt werden.

Elberfeld. Der Mirker Bach muss saniert werden. Vor allem im Bereich der Uellendahler Straße seien Arbeiten notwendig, erklärten Christian Massing und Astrid Preuß von den WSW in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Elberfeld. Fotos machten den alles andere als guten Zustand deutlich. Gut 500 000 Euro wollen die Stadtwerke für das neue Bett des größtenteils verrohrten Mirker Baches investieren.

Es sei ein wichtiges Gewässer, betonte Massing, deshalb müsse für einen reibungslosen Ablauf gesorgt werden. Der sei aber nicht mehr komplett gegeben, so Projektleiterin Preuß gegenüber der WZ. Steine im Kanal seien ebenso ein Problem wie abbrechende Stützmauern, die drohen, unterspült zu werden. An vielen Stellen ist das Gewässer zudem zugewachsen. Besonders bei Starkregenereignissen sei es wichtig, „dass kein Nadelöhr entsteht“. Genau diese Gefahr bestehe aber, wenn die WSW nicht handeln.

Ein Problem dabei: Der Mirker Bach ist nur schwer zugänglich. Deshalb, so erklärten die Stadtwerke in der BV, müsse am Rande der Nordbahntrasse eine Art Baustraße errichtet werden. Sie führt unter anderem an der Spedition gegenüber dem Mirker Bahnhof vorbei, müsse aber nur selten wirklich genutzt werden. Auch den Kran, der für die Arbeiten benötigt werde, stellen die WSW an der Trasse auf, um das darunterliegende Gewässer zu erreichen.

„Die Nordbahntrasse wird aber während der Bauarbeiten uneingeschränkt nutzbar sein“, so Preuß auf entsprechende Nachfragen in der Sitzung. Ein Bauzaun trenne den Weg der Baufahrzeuge ab. „Mit allen Beteiligten haben wir gesprochen“, sagte Preuß. Dazu gehöre neben der Spedition natürlich vor allem die Wuppertalbewegung. Deren zweiter Vorsitzender Lutz Eßrich lobt die Zusammenarbeit und die frühzeitige Kontaktaufnahme der WSW, „schon lange, bevor es losgeht“.

Auch mit der Utopiastadt im Mirker Bahnhof arbeite man zusammen, sagt Preuß. Die sei dadurch betroffen, dass auf dem Grundstück gegenüber des Café Hutmacher, wo hin und wieder Veranstaltungen stattfinden, ebenfalls der Bauzaun verläuft. Am Wochenende, so Preuß, brauche man die Baustelle aber nicht und könne den Zaun dann auch mal abbauen, falls Utopiastadt das Gelände brauche.

Ein Wunsch aus der Bezirksvertretzung war, dass die WSW möglichst große Hinweise auf dem Bauzaun platzieren, was denn eigentlich dort passiere. Die Arbeiten würden schließlich viele Trassennutzer mitbekommen. Denn unter anderem müssen noch in diesem Monat einige Bäume gefällt werden. Dafür leisten die WSW Ersatzzahlungen an die Stadt, die wiederum Neupflanzungen vornimmt.

Die Baustraße, so Preuß, werde in den letzten beiden Februarwochen eingerichtet. Die WSW rechneten mit einer Bauzeit von sechs Monaten.