Ein bunter Mix beim Arrenbergfest

Ein Fußballturnier, Flohmarktstände, ganz viel Musik und ein gestricktes politisches Statement am Samstag.

Arrenberg. Mit einer bunten Mischung aus Sport, Musik und Theater feierte der Arrenberg am Samstag sein Stadtteilfest. Der Gutenbergplatz lockte schon ab 10 Uhr mit viel Musik: von Jazz über Rock bis zum Swing. In bunten Kostümen präsentierte ein Ensemble vom Jugendmigrationsdienst des Internationalen Bund das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ von Hans Christian Anders.

Inzwischen kämpften beim Soccer Cup die Mannschaften, eingeteilt in drei Altersklassen zwischen 10 und 22 Jahren, um den Sieg. Kunst gab’s auch: Großflächige Bilder wurden von den jungen Besuchern an Malstaffeln gefertigt, die Kleineren fuhren Karussell oder ließen sich schminken. Für den Verkehr gesperrt war die Viertelmeile, von der Pestalozzistraße bis zur Senefelderstraße. Dort schlenderten die Besucher an zahlreichen Ständen vorbei.

Kulinarisches aus verschiedenen Ländern, Kaffee und Kuchen, Flohmarkt- und Trödelstände prägten das Straßenbild am Samstag. Zwischen den Häusern waren zahlreiche, von Kindern des Viertels farbig bemalte Fahnen gespannt worden. Sie flatterten im Wind — und leider auch immer wieder im Regen. Daher mussten einzelne Stände mit Pavillons und Regenschirmen vor der Nässe geschützt werden.

Doch vor allem die jungen Besucher ließen sich vom schlechten Wetter die gute Laune nicht verderben. So versuchten sich viele Kinder an einem Klassiker: dem Kistenklettern. Mit Seilen gut abgesichert wurde vorsichtig Kiste auf Kiste gesetzt und dann geklettert. „Das geht ja in schwindelerregende Höhen“ staunten die Zuschauer. Ebenfalls im Angebot: Bobby-Car-Rennen und diverse Zweiradwettbewerbe. „Guerilla-Häkeln“ — dabei werden Gegenstände im öffentlichen Raum umstrickt und umhäkelt — gibt’s auch am Arrenberg: Eine Sitzbank fiel besonders auf, weil sie an der Rückenlehne eine bunt gestrickte Verzierung mit der Aufschrift „Putin Bank“ bekam. Ein politisches Statement?

Ein weiterer Blickfang: Das rote Plüschsofa, auf dem sich mit Hüten, Bärten oder Brillen verkleidete Passanten fotografieren ließen — zur Belustigung der Festbesucher.

Auch im Café Simonz gab’s Programm: Dort präsentierte die akrobatische Lindy Hop einen flotten Swing Tanz aus den 1920er Jahren, danach ging es mit Elektro Swing weiter.

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