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Diskussion um den Verkehr in der Südstadt

Diskussion um den Verkehr in der Südstadt

BV Elberfeld spricht sich für Vorschlag der Verwaltung aus. Kritik kommt von der CDU.

Südstadt. Noch ist die Straße Döppersberg Baustelle. Wenn diese abgeschlossen ist, will die Stadt allerdings verhindern, dass der Durchgangsverkehr in die Südstadt zurückkehrt (WZ berichtete). Die Verwaltung hat ihr „Maßnahmenkonzept Verkehr - Südstadt / Dessauerstraße“ kürzlich auch in der Bezirksvertretung (BV) Elberfeld vorgestellt. Am kommenden Donnerstag entscheidet der Verkehrausschuss in seiner Sitzung (15 Uhr, Rathaus).

In der BV gab es bereits eine breite Mehrheit für den Vorschlag. Er sieht unter anderem die Variante einer unechten Einbahnstraße in der Verein-straße vor. Das heißt, mit Ausnahme von ÖPNV/Taxen/Radverkehr könnte nur aus südlicher Richtung in die Verein-straße eingefahren werden — innerhalb der Straße ist aber das Fahren in beiden Richtungen zulässig. Der Fachbereich geht von einer „Reisezeiterhöhung“ von 26 Sekunden aus — was abschreckend sein sollte für alle Autofahrer, die den Bereich nur als Durchgangstrecke nutzen wollen.

Für Thomas Kring von der SPD sei der Umweg in Kauf zu nehmen, „damit das Viertel insgesamt entlastet wird“. Joachim Knorr (CDU) kritisierte das allerdings als „Milchmädchen-Rechnung“. Viel mehr Verkehr würde es dann auf der Weststraße geben. Ein dortiger Anwohner lobte in der Sitzung den Vorschlag der Verwaltung allerdings als „gute Lösung“. Bei vier Gegenstimmen (CDU-Fraktion und WfW) sowie Stimmenthaltung der AfD wurde die Vorlage angenommen.

Die CDU bleibt allerdings bei ihrer Kritik. „Umwege müssen in einer Zeit des immer dichter werdenden Verkehrs und hoher Umweltbelastung minimiert und nicht vergrößert werden“, schreibt Knorr in einer Pressemitteilung der Fraktion. Die direkte Verbindung habe sich außerdem bewährt, „da sie auch vor dem Umbau des Döppersberg existierte. Die Behauptung / den Vorwand, dass dies erforderlich sei, um den Abfluss des Busverkehrs vom neuen Busbahnhof zu gewährleisten, können wir nicht nachvollziehen. Dies ist unserer Meinung nach wesentlich einfacher mit einer Vorfahrtsregelung für den Busverkehr aus dem Busbahnhof zu erreichen.“

In diesem Zusammenhang dürfe die L 417 auch nicht zu einer Gemeindestraße abgestuft werden, wie es das städtische Maßnahmenkonzept ebenfalls vorsieht, „um Tempo 50 km/h weiter zu gewährleisten“, so Knorr. Laut Verwaltung soll nämlich der Abschnitt Abschnittes Döppersberg/Dessauerstraße/Vereinstraße/Distelbeck der jetzigen L 417 ebenfalls 30er-Zone werden. est