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Die Wolkenburgtreppe soll im Juli wieder geöffnet werden

Die Wolkenburgtreppe soll im Juli wieder geöffnet werden

Sanierungsarbeiten am Bauwerk gehen auf die Zielgerade. Treppe war mehr als 25 Jahre für die Öffentlichkeit gesperrt.

Elberfeld. Die Wolkenburgtreppe ist nur einige hundert Meter lang, doch als Verbindung zwischen der Straße Wolkenburg und dem Klophauspark von wichtiger Bedeutung. Wer unter 25 Jahre alt ist, konnte diese Treppe noch niemals hinauf- oder heruntergehen, so lange war sie gesperrt. Das soll nun bald anders werden: Im Herbst 2011 hatten auf Initiative des Fördervereins Historische Parkanlagen Wuppertal die Sanierungsarbeiten an der 160 Stufen zählenden Treppe begonnen. Nun zeichnet sich - nach mehreren Verzögerungen - endlich ein Ende der Arbeiten ab.

„Wir hoffen, im Juli die Treppe fertig gestellt zu haben“, sagt die 1. Vorsitzende des Fördervereins, Brigitte Alexander. Dann solle auch offiziell Einweihung gefeiert werden. Die Mitarbeiter der Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung (GBA) müssten noch einige letzte Restarbeiten erledigen, betont Alexander. So ist das Geländer noch nicht an allen Stellen der Treppe angebracht.

Die Treppe ist von der Straße Wolkenburg übrigens nicht leicht zu entdecken, da sich der Aufgang hinter einem mit weißer Plane verhängten Gerüst befindet. Vom Klophauspark ist die Treppe einfacher zu sehen. Dass sich die Fertigstellung immer wieder verzögert hat, liegt auch daran, dass die Arbeiten von Ein-Euro-Jobbern durchgeführt werden. Und diese Mitarbeiter mussten eben in den vergangenen Jahren unter anderem an der Nordbahntrasse oder in der Skatehalle Wicked Woods mithelfen, erklärt Alexander. Da sei leider oft keine Zeit mehr für die Arbeit an der Wolkenburgtreppe geblieben. Zudem war die Arbeit aufwendig und zeitintensiv, weil die in der Treppe verbauten Schienenstücke der Nordbahntrasse per Hand transportiert werden mussten. Die Schienen hatte die Wuppertal-Bewegung gespendet.

Zudem hätten nicht immer alle Kräfte für die Arbeit zur Verfügung gestanden, erklärt der GBA-Niederlassungsleiter Dieter Mattner. „Und dann sind wir ja auch noch vom Wetter abhängig.“ So konnten zum Beispiel für Montag geplante Arbeiten wegen Regens zunächst nicht umgesetzt werden. Nach Abschluss der Sanierung müssen zudem noch Fachleute der Stadt das Bauwerk auf seine Verkehrssicherheit prüfen. Außerdem möchte die Bezirksvertretung Elberfeld am Fuß und am Ende der Treppe eine Tafel aufstellen, mit der den Förderern der Sanierungsarbeiten gedankt werden soll.

Etwa 9000 Euro hat die Bezirksvertretung für das Projekt bereitgestellt und so den größten Teil des Baumaterials übernommen. „Es ist sensationell, dass jemand den Mut gehabt hat, so ein Projekt anzugehen“, freut sich Bezirksbürgermeister Hans Jürgen Vitenius. Da das Vorhaben auf ehrenamtliche Initiative, Kräfte des zweiten Arbeitsmarktes und die Hilfe durch Sponsoren angewiesen war, habe man eben Geduld mit den Arbeiten aufbringen müssen. Fördervereins-Chefin Brigitte Alexander ist derweil froh, dass sich das Projekt dem Ende zuneigt. Zugleich hätte sie sich von der Stadt doch etwas mehr Unterstützung erhofft. „Wir können nicht um jeden Preis alles zusammensparen“, sagt sie mit Blick auf den Sparkurs der Stadtverwaltung. Gerade in Wuppertal gebe es so viele Treppen: Die dürften nicht einfach vernachlässig werden, nur weil kein Geld oder kein Personal vorhanden seien.