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Die Wolkenburgtreppe bleibt vorerst im Dornröschenschlaf

Die Wolkenburgtreppe bleibt vorerst im Dornröschenschlaf

Die Sanierung der Wolkenburgtreppe verzögert sich erneut.

Wuppertal. Ende dieses Jahres sollten die Sanierungsarbeiten an der Wolkenburgtreppe beendet sein. Doch nun verzögert sich die Fertigstellung um unbestimmte Zeit. Sind eine Krankheitswelle oder eine Verschiebung der Prioritäten Grund für die Planänderung? Nein, heißt es aus der Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung (GBA), die die Sanierung der Wolkenburgtreppe in Kooperation mit dem Jobcenter und dem Förderverein Historische Parkanlagen als Projekt vorantreibt. Inzwischen komme das Wetter als Ursache für den Aufschub hinzu.

Laut Brigitte Alexander, Vorsitzende des Fördervereins Historische Parkanlagen, fehlt jedoch seit einiger Zeit ein Anleiter für die Arbeitskräfte — aus Krankheitsgründen. „Es ist müßig“, sagt sie. „Welche Möglichkeiten gibt es, damit man in solchen Situationen einmal anders vorgeht?“ Denkbar sei, weitere Personen zu akquirieren, die als Anleiter fungieren könnten, oder ein von anderer Stelle aus finanziertes Modell anzuwenden.

Dass sich das Projekt immer wieder verzögert, ist nicht neu. Nachdem die Arbeiten an der Wolkenburgtreppe 2012 zur Hälfte beendet waren, gab es zunächst einen Sanierungsstopp. Im Sommer dieses Jahres ging es weiter, unter anderem wurden Schienenstücke der ehemaligen Nordbahntrassenstrecke als Stufen eingebaut. Im Anschluss sollten die 160 Stufen mit dem alten Treppenpflaster neu bedeckt werden.

Die GBA, die das Personal für die Arbeiten stellt, ist auf das Jobcenter angewiesen. Das koordiniert dem Einsatz der Ein-Euro-Kräfte — nicht nur für dieses, sondern auch für zahlreiche weitere Projekte in Wuppertal. Dazu gehören etwa die Nordbahntrasse und der benachbarte Klop-hauspark, für den die Wolkenburgtreppe als Zugang dienen soll.

Auch für die Park-Sanierung setzt sich der Verein Historische Grünanlagen ein. Ende November wurden im Rahmen der Spielplatzerneuerung alte Spielgeräte entfernt, wie Alexander berichtet. „Man müsste genauer über die Dinge sprechen“, sagt die Vereinsvorsitzende. „Es ist sicher kein böser Wille da. Bisher hat vieles gut geklappt, und das freut uns.“ Jeder müsse das tun, was in seinem Bereich möglich sei, um die Wolkenburgtreppe wieder nutzbar zu machen. „Vielleicht kann man innovative Verflechtungen finden. Wir wünschen uns mehr Ideen, damit die Sache zu einem guten Ende kommt.“