Der Engel ist sicher gelandet

Der Engel ist sicher gelandet

Dönberg: Am evangelischen Friedhof an der Höhenstraße wurde das 1,60 Meter hohe Kunstwerk am Sonntag enthüllt. Schutz und Trost soll der Dönberger Engel spenden.

Dönberg. Nun steht er dort, inmitten von Heidetraum-Rosen, Blauschwingel-Ziergras und Storchenschnabelblumen vor der Hainbuchenhecke. Im noch blühenden Beet neben der Kapelle am evangelischen Friedhof Höhenstraße hat der Dönberger Engel seinen Platz gefunden. Von weitem sichtbar ist der 1,60 Meter hohe Stein aus der Nähe von Bad Pyrmont, dem Steinbildhauerin Christiane Püttmann einen schützenden Engel und einen trauernden Menschen entlockt hat.

Der Engel hat seinen großen Flügel um den Menschen gelegt. Nun empfangen beide die Besucher des Friedhofes, ob diese dort ein Grab pflegen und schmücken, oder ob Hinterbliebene gerade einen geliebten Menschen beerdigen wollen. Auf einen Sockel aus Ruhrsandstein, in einem Steinbruch nahe Sprockhövel entdeckt, aufgestellt, ist der Engel mannshoch.

Am Sonntag wurde das Kunstwerk nach dem Gottesdienst enthüllt und fand sofort lautstarke Zustimmung: Die Kinder der Gemeinde stimmten mit Geiger Kumar Sinha das fröhliche Lied "heut ist ein Tag, an dem ich singen kann" an. Pastor Eckehard Fröhmelt erzählte die Entstehungsgeschichte des Dönberger Engels. In der vergangenen Woche kam das Kunstwerk mit Hilfe von Lastwagen und Kran auf den Dönberg.

"Rufe mich an in der Not, so will ich dich retten, und du sollst mich preisen", Psalm 50, Vers 15 steht auf dem Edelstahlschild neben dem Engel. Hans-Michael Jung, Ehemann von Marie-Luise Jung, erklärte das Werk: "Im Dönberger Engel in Stein kommt Gottes Trost in unsere Trauer."

"Der Engel ist ansprechend und anrührend", sagt Marianne Trinks vom Dönberg. Monika Taleb aus Vohwinkel findet die Gestaltung der Gesichter hervorragend gelungen. "Die Haltung des Engels, der den Menschen beschützen will, kommt durch."

Der Engel wird im Stadtteil hoch im Norden sofort angenommen. Eine Frau meinte am Sonntag nach der Enthüllung sogar: "Hat der nicht schon immer hier gestanden?"