Das Holiday Inn wächst in die Höhe

Die Arbeiten am ehemaligen Rinke-Standort gehen voran. Café Cosa bereitet Investor Sorgen.

Elberfeld. Das Hotel an der Schloßbleiche wächst. Dort wo früher das Rinke-Haus stand, kommt langsam ein Haus an die Oberfläche, das bisher eher in einem Erdloch zu verschwinden schien. Aber es geht voran mit dem Holiday Inn Express.

Die Pressesprecher der Investoren von „6B47“ aus Düsseldorf sagen, das die Bauarbeiten aktuell gut vorangehen. „Das zweite Untergeschoss ist vollständig fertiggestellt und das erste Untergeschoss, welches im Bereich der Calvinstraße bereits als Erdgeschoss erkenntlich ist, zu 50 Prozent“, so der Sprecher.

Nach den aufwendigen Gründungsarbeiten sei man jetzt im Zeitplan, heißt es vom Sprecher. Die Arbeitsräume sollen bis spätestens Ende September vollständig verfüllt werden, heißt es. Dann sollen die Gerüststellungen für die Obergeschosse aufgebaut werden. Der Sprecher geht davon aus, dass der Bau dann deutlich schneller vorangeht: „Die Geschwindigkeit des Rohbaus wird in den Obergeschossen deutlich zunehmen.“ Die Fertigstellung des Rohbaus sei aktuell für Februar 2018 geplant.

Grundsteinlegung war Ende Juni, gearbeitet wurde aber schon länger. Im März liefen die letzten Abrissarbeiten am Rinke-Haus — die eigentlich für den vorherigen Januar und zuvor für den November davor vorgesehen waren. Der Abriss konnte nur nachts stattfinden, weil die Verkehrssituation das nicht anders zugelassen hat. Seitdem hat der Tiefbau stattgefunden, der sich entsprechend den Abrissarbeiten verschoben hat. Jetzt habe man die „Wasserhaltung abgestellt“ und komme mit dem Hochbau voran.

Wenn das Haus dann aufmacht, wird es in direkter Nähe zum Kirchplatz stehen, an dem am Ende des Jahres das Café Cosa übergangsweise beherbergt wird. Der Zeitplan dafür hat sich zuletzt verschoben und es sieht nicht mehr so aus, als würde ein Jahr für den Übergang reichen. Laut Pressesprecher wolle man das Thema mit allen Beteiligten in den kommenden Wochen diskutieren. „Grundsätzlich sind wir überzeugt, dass in einer Stadt die sozial Schwächeren nicht an den Rand gedrängt werden sollten. Ohne eine Wertung vorzunehmen, muss man mit Blick auf die Fakten feststellen: Die Erfahrung aus anderen Städten zeigt, dass in der Tat das gewerbliche Umfeld in ähnlichen Konstellationen mit Umsatzrückgängen konfrontiert ist. Das gilt es, in Wuppertal zu verhindern.“

Das Holiday Inn Express soll eine Gesamtgeschossfläche von mehr als 9300 Quadratmetern haben. Im Erdgeschoss sollen 800 Quadratmeter für den Einzelhandel entstehen. Das Drei-Sterne-Hotel mit 164 Betten soll zwischen Juli und September 2018 fertiggestellt werden und voraussichtlich 30 Millionen Euro kosten.

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