Café Hutmacher sorgt für die Musik

Café Hutmacher sorgt für die Musik

Alter Bahnhof soll zum Treffpunkt an der Nordbahntrasse werden.

Mirke. Musik schallt über die Nordbahntrasse. Und wie es die kreativen Köpfe von Utopia Stadt planen, passiert das in Zukunft öfter. Schon lange im alten Mirker Bahnhof beheimatet, hat das Team um Christian Hampe die bisher leeren Räume im Erdgeschoss zu einem Café umgebaut. „Hutmacher“ heißt es: In der Geschichte Alice im Wunderland ist es nämlich der Hutmacher, der als erster Gastgeber einer Teegesellschaft ist. „Und Utopia Stadt ist mindestens genau so ein Wunderland“, sagte Hampe zur Eröffnung. Mit dem Hutmacher wollen sie ihre Welt zeigen. Denn, was sich kulturell- und kreativwirtschaftlich in den Räumen darüber abspielt, soll sich im Konzept des Cafés widerspiegeln. Das merkt man nicht zuletzt auch an der Einrichtung. „Wir wollten so viel wie möglich wieder verwerten“, sagt Hampe im Hinblick auf das Null-Budget Unternehmen.

An den unterschiedlichsten Tischen stehen die verschiedensten Stühle, die Wände des alten Gemäuers wurden nicht renoviert, die Bar ist aus alten Büchern aufgebaut, die verschraubt, verklebt oder sonst irgendwie stabil gemacht wurden. „Der alte Wohnzimmerschrank ist von meiner Oma“, sagt Hampe. Und auch im großen Außenbereich laden neben Bierbänken auch mit Kissen ausgestattete Paletten zum Sitzen ein.

Hinter der Bar wartet das nächste Highlight: Das „Bärtig Bräu“ - ein eigens für das Hutmacher hergestelltes Bier. Und wer dieses trinkt, tut gleichzeitig dem Quartier Mirke etwas Gutes, denn: „Der Gewinn jeden sechsten Bieres kommt einem Projekt im Viertel zugute“, erklärt Hampe erklärt. Zunächst sollen Mülleimer rund um den Bahnhof aufgestellt werden.

Das Café wird zunächst nur zu besonderen Anlässen geöffnet sein — bisher fehlt es noch an der ständigen Nutzungsgenehmigung und einer Konzession. Doch bald will das Team täglich für die kreative Szene, das Quartier Mirke und für die Trassenbesucher öffnen. Außerdem stehen dann Veranstaltungs- und Ausstellungsräume zur Verfügung. „Läuft alles glatt, können wir im September öffnen. Wir haben viel Zuspruch erfahren“, sagt Hampe. Sicher nicht zuletzt, weil dank der „Hutmacher“ wieder die alte Bahnhofsuhr funktioniert.

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