BV will Spielplatz an der "Else" umgestalten lassen

Spielplatz : BV will Spielplatz umgestalten lassen

An der „Else“: Diskussion um Baumfällungen sorgte für knappe Entscheidung.

. Der Spielplatz Else-Lasker-Schüler-Straße wird umgestaltet. 120 000 Euro wird die Stadt investieren. Den entsprechenden Beschluss hat die Bezirksvertretung Elberfeld in ihrer jüngsten Sitzung gefasst – allerdings nur mit knapper Mehrheit von zehn zu sieben Stimmen. SPD und CDU hatten sich durchgesetzt. Streitpunkt war erneut die Frage, wie viele Bäume auf dem Gelände gefällt werden sollen.

Dieses Thema hatte schon in der September-Sitzung zu einer Vertagung geführt. Erstmal sollten sich Bezirksvertreter als „Hausaufgabe“ selbst ein Bild von dem Areal machen. Zwar hatte es vor Monaten einen offiziellen Ortstermin gegeben, zu dem das Fachressort der Stadt eingeladen hatte. Die Resonanz fiel allerdings übersichtlich aus: Nur zwei Bezirksvertreter waren erschienen. Einigkeit herrschte jetzt aber auch nicht, nachdem alle Fraktionen vor Ort waren. Von der Stadt war ursprünglich vorgesehen, sechs Bäume im vorderen Bereich zu fällen, dazu zwei weitere im zentralen Bereich. Die Grünen zum Beispiel sahen anders als die Stadt dafür keine Notwendigkeit. Auch der Kompromiss der Verwaltung, zumindest drei der sechs Bäume stehen zu lassen, kam nicht bei allen Fraktionen an.

Dass das Thema Baumfällungen gerade bei Umgestaltungen von Spiel- und öffentlichen Plätzen ein ganz sensibles in der BV Elberfeld ist, zeigen diverse Beispiel aus der Vergangenheit. Erinnert sei hier nur an die Diskussion rund um den Spielplatz an der Hermann-von-Helmholtz-Realschule oder um den Schulhof an der Markomannenstraße.

Die Arbeiten sollen
im Frühjahr beginnen

An der Else-Lasker-Schüler-Straße wird jetzt doch gefällt, möglicherweise in diesem Jahr noch, aber zumindest nicht so umfangreich wie befürchtet. Die eigentlichen Arbeiten für den Spielplatz sollen im Frühjahr starten, so der städtische Planer Frank Zlotorzenski, und dann so schnell wie möglich abgeschlossen werden. Geplant ist zum Beispiel ein neues Klettergerüst.

Zlotorzenski ist froh, dass die Planung jetzt grünes Licht bekommen hat. Für jede Fällung gebe es Neupflanzungen, betont er. Zudem seien die sechs Bäume an der Mauer „Zufallsbäume“, also Arten, die dort ursprünglich gar nicht vorgesehen waren. Es sei schade, dass bei der ganzen Diskussion um die Bäume das eigentliche Thema aus dem Blick geraten sei: die Umgestaltung des Spielplatzes. Die sei nämlich absolut notwendig. „Es muss viel offener werden, die soziale Kontrolle zurückkehren“, sagt Zlotorzenski. Es sei kein Geheimnis, dass die dunklen Ecken auf dem Areal für vieles genutzt wurden, was eigentlich nicht sein sollte. Bis hin zu Drogengeschäften.

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