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Brill: Die Sonne strahlt für goldene Kehlen

Brill: Die Sonne strahlt für goldene Kehlen

Zwei Drittel der Umbauarbeiten der Wuppertaler Kurrende sind beendet. Die neuen Probensäle sollen bis zum Sommer 2009 folgen.

Elberfeld. Die ersten Erfolge der Umbauarbeiten der Wuppertaler Kurrende an der Mozartstraße sind seit mehr als einem Jahr sichtbar: Fußball- und Schachfeld und Spielgeräte für Kinder sind bereits fertig, eine Photovoltaik- sowie eine neue Heizungsanlage folgten - und wurden jetzt eingeweiht.

Ein vorbildlicher Beitrag zum Klimaschutz: Die Solarzellen in den 40Platten auf dem Dach des Gebäudes produzieren rund 6000Kilowattstunden Strom pro Jahr, die ins öffentliche Netz eingespeist werden. Mit der neuen Heizungsanlage, die von Öl auf Gas umgestellt wurde, werden rund 20Prozent CO2 (Kohlenstoffdioxid) und etwa 30 Prozent Energie eingespart.

Olaf Rosier, erster Vorsitzender der Wuppertaler Kurrende, bedankte sich bei den Anwesenden - zwei Drittel der Umbauarbeiten sind bereits abgeschlossen. Überdies machte Rosier auf die sogenannten Kurrendetaler aufmerksam: Diese CDs in Goldoptik mit Liedern des preisgekrönten Knabenchors können Interessenten gegen eine Spende erwerben. Damit unterstützen sie den weiteren Umbau und die Umgestaltung der Probenräume der Kurrende. Des weiteren müssten ein schlecht isoliertes Dach und alte, marode Fenster dringend erneuert werden, hieß es. Die Maßnahmen kosten laut Rosier rund 420000 Euro.

Eltern, die sich an diesem Tag über das Angebot der Kurrende informierten, sind nach eigenen Angaben begeistert. Jenny Stahl etwa würde gern ihren Sohn Johannes anmelden: "Das Angebot ist toll, ich müsste mir keine Sorgen machen, wo mein Sohn sich zwischen Schule und Probe befindet. Und die kinderfreundliche Umgebung ist auch sehr wichtig, um nicht nur mit Proben und Schule beschäftigt zu sein."

Max Kiy ist seit drei Monaten bei der Kurrende aktiv. Der Achtjährige probt mehrmals pro Woche: "Ich freue mich immer, wenn ich nach der Probe noch Fußball spielen kann," sagt er. Jan Hendrik Geerts gehört seit mehr als zwei Jahren zum Chor der Kurrende. Das Singen macht ihm Spaß.

Zwischen den einzelnen Danksagungen von Bürgermeisterin Silvia Kaut, Superintendent Manfred Rekowski, Bundestagsabgeordnetem Manfred Zöllmer und Andreas Mucke von den Stadtwerken bedanken sich auch die jungen Chormitglieder mit musikalischen Einlagen.

Viele der Kurrendemitglieder sind jedoch - ausgerechnet - an diesem Tag in einem belgischen Freizeitpark. Rosier: "Wir möchten uns auch bei den Kindern bedanken. Bei etwa 60 Terminen im Jahr haben sie sich diesen Ausflug wirklich verdient."