Bergstraße: Bis Ende des Jahres muss alles fertig sein

Spielplatz-Umgestaltung : Bergstraße: Die Trampoline sind schon da

Die Sanierung des Spielplatzes wurde mit Fördergeldern ermöglicht. Bis Ende des Jahres muss alles fertig sein.

. Die Treppe von der Bergstraße hoch zum Ölberg wird noch eine Zeit lang gesperrt bleiben. Doch das Ende naht: Die Sanierung des Spielplatzes über der Tiefgarage am Haus der Jugend Elberfeld ist in vollem Gang – und muss auch vor Weihnachten abgeschlossen sein, erklärt Planer Oshtoud Daghighian. „Spätestens.“ Denn der Großteil der 320 000 Euro für die Sanierung stammt aus Fördermitteln. Die Abrechnung muss bis Ende des Jahres erfolgen.

Wer von oben einen Blick auf die Baustelle wirft, sieht, dass sich schon ordentlich was getan hat. Das Spielnetz mit dem klingenden Namen „Kometenschweif“ steht schon, ebenfalls der Käfig für die Multifunktionsspielfläche samt Basketballkörben. „Auch die Calisthenics-Sportgeräte sind fertig und die Trampoline“, erläutert Daghighian. Das Material für die Arbeiten stelle die Stadt. Den Bau übernehmen Kräfte der Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung (GBA).

Vorab hatte es
viele Diskussionen gegeben

Was auch auffällt: Viele Graffiti, die dem Spielplatz gerade bei älteren Wuppertalern einen unrühmlichen Ruf einbrachten, sind verschwunden. Bleiben werde aber auf jeden Fall der von Ulle Hees gestaltete Brunnen, erklärt Daghighian. Der Boden drumherum werde im Zuge der Arbeiten rekonstruiert.

Ein Punkt, der Bezirksbürgermeister Hans-Jürgen Vitenius besonders wichtig war. „Das wird hier schon deutlich schöner“, erklärt der SPD-Politiker mit Blick auf die Arbeiten. Das neugestaltete Areal biete Aufenthaltsmöglichkeiten „für alle Generationen“.

Genau um diese Frage war vorab nämlich eine heiße Diskussion entbrannt. Die Bezirksvertretung hatte sich ausgebremst gefühlt, da die Verwaltung scheinbar fertige Pläne präsentiert hatte, ohne, so die Kritik, alle Nutzergruppen zu beteiligen. Eigentlich sei nur das Haus der Jugend involviert worden. Dabei würden dort auch Eltern mit kleineren Kindern unterwegs sein. Die Treppe und der Spielplatz seien zudem eine Verbindung in die Nord-stadt hoch.

Jugendrat hofft, dass
die Anlage auch schön bleibt

Letztendlich hatte sich die BV „zähneknirschend“, wie es damals hieß, auf die Vorlage eingelassen. Auch, weil Daghighian in der Sitzung hervorgehoben hatte, dass – obwohl es eigentlich gar nicht Planungsauftrag gewesen wäre – sehr wohl auch Anlagen für kleinere Kinder geschaffen werden.

Dass die Verwaltung gerade beim Punkt Kommunikation allerdings nicht immer glücklich agiert hatte, räumte sie schon in der Sitzung, zu der gleich mehrere Vertreter erschienen waren, ein. Später sorgte sie noch einmal für Ärger, als sie mit den Arbeiten anfing — ohne vorab die Anlieger zu informieren. So klagte zum Beispiel ein Internist in der WZ, dass seine Patienten von heute auf morgen nicht mehr die Treppe nutzen konnten. Eine Informationspanne, für den sich die Stadt damals entschuldigte. Mittlerweile hätten sich die Leute mit der Sperrung arrangiert, zumal ja ein Ende in Sicht sei.

Darauf freut sich auch der Jugendrat, der ebenfalls an der Bergstraße seinen Anlaufpunkt hat. „Momentan sind wir nur über die Platenius-straße erreichbar“, sagt Jugendratsmitglied Anna Hußmann. Wenn die Arbeiten abgeschlossen seien, „findet man uns wieder besser“, freut sie sich. Sie ist überzeugt davon, dass der neue Spielplatz ein echter Hingucker wird. „Das wäre wichtig, es gibt hier ja auch einen Kindergarten.“ In Zukunft müsse die Stadt aber auch drauf achten, „dass es so schön bleibt.“

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