Ausbildungsbörse: Knipex lädt zum Rundgang mit einer Virtual-Reality-Brille ein

Ausbildungsbörse: Knipex lädt zum Rundgang mit einer Virtual-Reality-Brille ein

Bei der Ausbildungsbörse in den City-Arkaden war der virtuelle Rundgang der Renner.

Elberfeld. Beim Zangenproduzenten Knipex stehen die Schüler Schlange. Das gesteigerte Interesse an diesem Stand der zehnten Ausbildungsbörse in den City-Arkaden hängt vor allem damit zusammen, dass es hier einiges zu entdecken gibt. In der einen Ecke bietet das Unternehmen eine Tour mit Virtual-Reality-Brille durch die Firmenräume an, in der anderen fechten junge Leute einen Kampf am Kickertisch aus.

Knipex-Ausbildungsleiter Thorsten Herkert weiß, wie es läuft: „Man muss ja an so einem Stand etwas vorzeigen, damit die Leute kommen.“ Der Kicker ist nicht nur Show, es handelt sich um einen besonderen Knipex-Tisch, bei dem die kleinen Spieler durch Zangen ersetzt wurden — ein Azubi-Projekt. „Diese Verbindung von Theorie und Praxis macht unsere Attraktivität aus“, sagt Herkert.

Die Ausbildungsbörse, die auch heute noch in den Arkaden fortgesetzt wird, bietet an zwölf Ständen eine Win-win-Situation für unentschlossene Schüler sowie Unternehmen, die auf der Suche nach den Fachkräften von Morgen sind. Das Kabelwerk Muckenhaupt & Nusselt hat bereits zum zehnten Mal bei der Ausbildungsbörse einen Stand aufgebaut. Personalleiterin Sabine Müller hat die Erfahrung gemacht, dass die besonders interessierten Jugendlichen am Samstag kommen — nachdem am Freitag die Schulklassen durchgeschleust wurden. „Die am Samstag mit den Eltern kommen, die wollen auf jeden Fall“, sagt sie. Müller kann bezeugen, dass die Ausbildungsbörse auch für die Unternehmen eine riesige Chance ist. Vor vier Jahren hatte das Unternehmen zur Börse noch gar keine Auszubildenden gefunden — nach dem Stand in Elberfeld waren es schließlich drei, von denen zwei am Ende als Landesbeste in ihrer Sparte ausgezeichnet wurden.

„Manche trauen sich nicht so richtig, die muss man dann erstmal an den Stand ziehen“, sagt Vorwerk-Ausbildungsleiter Tino Bachmann. Dafür hat das Unternehmen extra an jedem Tag zehn seiner 50 Azubis vor Ort, die auf Augenhöhe mit den Schülern sprechen.

Manche haben schon eine vage Vorstellung, wo es hingehen soll. Wie etwa der 16-jährige Max Brauer, der sagt: „Ich bin mir nicht ganz sicher, vielleicht will ich Schreiner werden.“ Andere, wie Samio Alkhatib haben Interesse an einem bestimmten Unternehmen. Der 18-Jährige steuert den Bayer-Stand an und ist neugierig, was dort angeboten wird.

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