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Innenstadt: Am Wall bewegt sich etwas

Innenstadt : Am Wall bewegt sich etwas

Ein dritter Mieter zieht in das Haus am Wall 36 ein, der Abriss des Rinke-Gebäudes steht bevor. Dabei ist der Verkehr ein Problem.

Elberfeld. Die Veränderungen der Elberfelder Innenstadt gehen voran. Auf der einen Seite des Walls gibt es Bewegung auf Seiten des neuen Gebäudes, wo einst Koch am Wall stand. Auf der anderen Seite steht der Abriss des alten Rinke-Gebäudes bevor. Gleichzeitig gibt es Probleme mit der Verkehrsführung — vor allem weil sich Pkw-Fahrer nicht an die Sperrung der Straße halten. Das gefährdet vor allem Fußgänger.

Der Neubau am Wall 36 füllt sich langsam. Nach der Rinke Treuhand GmbH und der Santander Bank zieht nun ein dritter Mieter ein, wie Kolja Linden, Pressesprecher der Landmarken AG der WZ bestätigte. Es handele sich um ein Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich. Genaueres wollte Linden nicht bekanntgeben. Der neue Mieter ziehe ins erste Obergeschoss und werde etwa 300 Quadratmeter beziehen. Nach Aussagen Lindens ist das Gebäude von außen bereits fertig. Jetzt würden noch die Innenräume nach den Mieterwünschen umgebaut.

Unterdessen steht der Abriss des gegenüberliegenden alten Rinke-Gebäudes kurz bevor — mit Folgen für den Verkehr am Wall. Denn durch die Bauarbeiten könnte die östliche Seite der Straße für Fußgänger gesperrt werden. Auch jetzt sammeln sich die Fußgänger schon auf der westlichen Seite, wie auch die Busfahrer, die dort auf ihre Verbindungen warten. „Das ist unübersichtlich“, sagt Stadtsprecherin Martina Eckermann. „Wir müssen noch einmal gezielt darauf gucken und das optimieren.“

Die Lage für Fußgänger ist teils gefährlich. Denn die kommen aus den Bussen und stürmen direkt auf die gegenüberliegende Seite oder weichen auf dem Weg an den Bushaltestellen vorbei auf die Fahrbahn aus. Der Wall ist seit der B7-Sperrung zweispurig befahrbar. Für die Fußgänger und Straßenquerer heißt das, sie müssen doppelt aufpassen, von wo Busse kommen, Taxen oder Radfahrer. Die dürfen durch den Wall fahren. Durchgehend.

Aber gleichzeitig besteht auch die Gefahr durch Autos. Dir dürfen zwar den Wall erst ab 18 Uhr durchfahren, viele machen es aber trotzdem vorher. Wer am Wall regelmäßige Busfahrer befragt, hört von allen das gleiche: Hier fahren schon viele Autos. Die meisten deutlich schneller als 20 Kilometer pro Stunde. „Das macht es wesentlich stressiger, die Straße zu überqueren“, sagt eine Frau, „gerade für Ältere.“ Eine andere Frau sagt, dass vor allem morgens viele Pkw dort durchfahren würden.

Die Polizei sei schon manchmal dort, sagt eine Frau. Etwas ausrichten könne die aber nicht. Das bestätigt auch Martina Eckermann. Es sei einfach zu eng, um viele Autos anzuhalten. Ein oder zwei würde die Polizisten mal erwischen, dann würden aber andere an ihnen vorbeifahren. Die Polizei hat auf eine Anfrage zu dem Thema nicht reagiert.

Martina Eckermann meint, es sei aber deutlich besser geworden gegenüber der ersten Zeit der B7-Sperrung. Auch weil die Gewöhnung bei den Anwohnern eingesetzt habe und die Umwege über die Schloßbleiche, die Neumarktstraße oder die Gathe gar nicht so gravierend seien.

Die Stadt denke jetzt darüber nach, zumindest die Fußgänger während des Abbruchs zu schützen und auf der Ostseite, vor dem alten Rinke-Gebäude, einen Holzgang zu bauen. Fest steht das noch nicht. Die illegal fahrenden Pkw würde das aber auch nicht abhalten.