Alle für eine: Uellendahler im Einsatz für ihre Feuerwehr

Alle für eine: Uellendahler im Einsatz für ihre Feuerwehr

Der Förderverein feierte die Übergabe eines neuen Fahrzeugs – und gleich zwei Jubiläen.

Uellendahl. "Das ist wirklich ein tolles Engagement", sagt Thomas Sträter. Wenn der Feuerwehrmann von den Uellendahlern spricht, dann weiß er eine starke Gemeinschaft hinter sich. "Unser Förderverein gehört zu den wenigen, die von Bürgern eines Stadtteils gegründet wurden - und nicht aus dem Kreis von Feuerwehrleuten heraus entstanden sind", sagt Thomas Sträter. Er ist Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr am Uellendahl. 36 freiwillige Retter gehören zu seiner Einheit, darunter vier Frauen und fast 20 Jugendliche. Sie alle freuen sich über das neue Mannschaftstransportfahrzeug.

Und nicht nur darüber. Die Feuerwehrleute vom Uellendahl haben dieser Tage allerlei Anlass zu feiern: einerseits natürlich die Übergabe des Wagens, den der Förderverein mitfinanziert hat. Und andererseits die Tatsache, dass es den Löschzug überhaupt noch gibt: Schon vor 15 Jahren ging es der Stadt ums Sparen, zur Diskussion stand unter anderem die Schließung des Standorts Uellendahl.

"Die Leute waren empört", erinnert sich Wolf-Dieter Fochler. "Die Wache aufzugeben, nach mehr als 116 Jahren, das wollte man verhindern." Und so schlossen sich 1995 zahlreiche Uellendahler zum Förderverein zusammen, der nicht nur die Schließung verhinderte, sondern seither den Löschzug ideell und finanziell unterstützt.

"Wir haben mehr als 300 Mitglieder", sagt Wolf-Dieter Fochler. Für ihn ist das 15-jährige Bestehen der Gemeinschaft auch ein kleines persönliches Jubiliäum - denn genauso lange wie der Verein besteht, ist Fochler sein Vorsitzender.

Der Löschzug Uellendahl feiert aber noch ein weiteres Jubiläum: Seit 25 Jahren ist dort die Versorgungskomponente angesiedelt. Sie stellt sicher, dass die Rettungskräfte im Einsatz oder bei Übungen mit Speisen, Getränken, aber auch mit Material versorgt werden. Bis zu 1500 Einsatzkräfte können versorgt werden, der Löschzug ist über Wuppertals Grenzen hinaus aktiv: Ein Verdienst des Initiators Manfred Klewer, wie Thomas Sträter betont.

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