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Aldi in Sonnborn: Neubau-Pläne stoßen auf Wohlwollen

Aldi in Sonnborn: Neubau-Pläne stoßen auf Wohlwollen

Bauantrag soll bald erfolgen. Diskussionen gibt es weiter um die Anbindung an die Sonnborner Straße.

Sonnborn. Dass das Thema den Sonnbornern unter den Nägeln brennt, wurde bei einem Blick in den Saal des Gemeindehauses schnell deutlich: Proppenvoll war es während der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Elberfeld-West, in der erstmals die Pläne für den neuen Aldi-Markt vorgestellt wurden.

„So einen Andrang hatten wir noch nie in Wuppertal“, stellte auch Mario Wippermann vom Projektentwickler Unitas Bauberatung, der unter anderem schon Aldi-Märkte an der Briller Straße und Unterkirchen realisiert hat, fest. Seit April 2011, als der Edekamarkt an der Sonnborner Straße seine Pforten schloss, warten die Sonnborner auf einen neuen Nahversorger. Die Pläne, die Architekt Alexander Rocho präsentierte, stießen auf größtenteils positive Resonanz — sowohl bei den Lokalpolitikern als auch den rund 80 Besuchern.

Der neue, 800 Quadratmeter große Markt soll am Sonnborner Ufer entstehen, am dortigen Parkplatz wird sich auch der Eingang befinden. Rund 80 Stellplätze werden Aldi zur Verfügung, stehen, außerhalb der Öffnungszeiten kann dort aber jeder parken. Zur Sonnborner Straße hin wird es einen Durchgang geben, der außerhalb der Öffnungszeiten von Aldi allerdings verschlossen wird. Die neue Häuserfront an der Sonnborner Straße orientiert sich optisch an der bestehenden Bebauung.

Diskussionen gab es in der Sitzung um mehrere Punkte. Zwar betonte Rocho, dass die Belebung der Sonnborner Straße eine der Zielvorgaben gewesen sei. Einige Anwohner sahen genau das aber kritisch. „Weshalb gibt es keinen Eingang zum Aldi von der Sonnborner Straße?“, wurde mehrfach gefragt. Das sei auch aufgrund der Größenvorgaben nicht möglich gewesen. Bezirksbürgermeisterin Christa Kühme stellte zudem fest, dass es Wunsch der BV sei, dass in die neuen Gebäude Ladenlokale kommen. Welche, das stehe noch nicht fest. „Die Planung ist nur der Startschuss.“ Das betonte auch Wippermann. „Es gibt noch keine Mieter.“ Wichtig sei, dass ein Ladenlokal auch den Platz zwischen Aldi-Markt und Rutenbecker Weg für Außengastronomie nutzt. Deshalb war in der Sitzung oft von einer Bäckerei mit Cafe die Rede. „Es könnte aber auch ein Metzger sein, wir sind da offen“, so Wippermann.

Einige Zuhörer hatten angemerkt, dass bei einer Belegung der Läden doch geschaut werden soll, was in Sonnborn noch fehlt. „Warum muss man eine Sparte vier, fünfmal besetzen?“ Das schade doch den ortsansässigen Geschäftsleuten.

Ein Thema war auch der mögliche Zeitplan. Sowohl Verwaltung als auch BV machten deutlich, dass man das Projekt so schnell wie möglich nach vorne bringen will. Bis Ostern soll bereits ein Bauantrag eingereicht werden, so Wippermann. Der Abriss der bestehenden Gebäude würde etwa zwei Monate dauern. Allerdings liefen dort derzeit noch Mietverhältnisse. Für den Markt selbst kämen noch einmal, sechs bis acht Monate Bauzeit hinzu.