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Elberfeld: Ärger um Dreck am Islandufer

Elberfeld : Ärger um Dreck am Islandufer

Elberfeld. „Dieser Bereich ist ein Eingangstor zu unserer Stadt“, sagt Regina Andreas mit einem Kopfschütteln. Täglich führt sie ihr Arbeitsweg am Islandufer vorbei, dessen Anblick der Unternehmerin ein Dorn im Auge geworden ist.

Schuld sind Scherben, Spritzen und Schmierereien rund um die Freitreppe zur Wupper, die sich im Laufe der Jahre zum beliebten Treffpunkt für Jugendliche und die Wuppertaler Trinker- sowie Drogen-Szene entwickelt hat.

Gebaut wurde die Treppe am Islandufer, im Rahmen der „Leitlinie Wupper“, einem Projekt der „Regionale 2006“. Die Stadt Wuppertal hatte damit eine Entwicklungsoffensive gestartet, um den vernachlässigten Stadtraum entlang des Flusses aufzuwerten. Damals ist der gesamte Bereich zwischen den historischen Brücken Alexanderstraße und Brücke am Wall neu gestaltet worden. Dabei bildete die Freitreppe zur Wupper, nahe der Alexanderbrücke, „das gestalterische Hauptelement“ dieses Wupperabschnittes.

„Hier sollten sich Kommunen und Verwaltung deutlich mehr kümmern,“ fordert Andreas, die mit ihrer Meinung nicht alleine dasteht. Das Café Island hat mit seiner angrenzenden Außenterrasse einen direkten Blick auf den stadtbekannten Schandfleck. „Es wird Zeit, dass sich hier etwas tut,“ findet eine Sprecherin des Cafés.

Auch Carsten Melech vom Eigenbetrieb Straßenreinigung (ESW) kennt das Problem. „Das Wupperufer wird zweimal täglich gereinigt,“ sagt er. Die Treppe sauber zu halten, sei aber nahezu unmöglich. „Es ist viel los hier in der Innenstadt, aber wir tun, was wir können.“ Besonders präsent seien laut Melech die Hinterlassenschaften von Alkohol- und Drogenkonsum, wie Scherben und Spritzbesteck.

Aus ordnungspolitischer Sicht sei das Ufer allerdings kein Problem, sagt Ulrike Schmidt-Keßler, Pressesprecherin der Stadt Wuppertal. Eine Häufung von Einsätzen oder Beschwerden gebe es nicht. Nur 21 Einsätze hatte das Ordnungsamt binnen eines Jahres zu vermelden. „Die Treppen sind nun mal extra so angelegt, dass die Menschen sie nutzen. Wie alle anderen öffentlichen Plätze auch.“