1. NRW
  2. Wuppertal
  3. Stadtteile
  4. Elberfeld

Wuppertal: Ab Februar wird die Fabrik zum Kletter-Paradies

Wuppertal : Ab Februar wird die Fabrik zum Kletter-Paradies

Das Goldzackgebäude an der Nordbahntrasse wird zum Kletterzentrum umgestaltet. Im August soll der Innenausbau beginnen.

Nordstadt. So mancher Kletterkünstler schart schon ungeduldig mit den Hufen, doch bevor die ersten Klimmzüge im früheren Goldzack-Gebäude direkt an der Nordbahntrasse möglich sind, wird es noch bis mindestens Februar 2017 dauern. Dann will die Wuppertaler Climb in Klettersport GmbH, die Betreibergesellschaft der Kletterwände an der Badischen Straße ist, in der Mirke das „Bahnhof Blo Bouldercafé Wuppertal“ eröffnen.

„Am 1. August wollen wir mit dem Innenausbau beginnen. Es hat einige Verzögerungen gegeben, aber dafür hat das Projekt jetzt schon einen Namen“, sagt der Climb-in -Geschäftsführer Christian Popien. Der Name „Bahnhof Blo Bouldercafé“ ist allerdings erklärungsbedürftig. „Mit der Bezeichnung Bahnhof wollen wir den Bezug zur Trasse herstellen. Das Wörtchen Blo bezieht sich auf den Wald von Fontainebleau, ein legendäres Bouldergebiet in der Nähe von Paris“, erklärt Popien.

600 Quadratmeter Kletterfläche wollen die Betreiber auf einer Etage des historischen Fabrikgebäude an der Wiesenstraße anbieten, in dem einst Bänder mit dem weltbekannten Goldzackmuster hergestellt wurden. Das Bouldern hält Popien gerade für Einsteiger besonders geeignet, denn die Kletterrouten können ohne Seil ausprobiert werden. „Das Bouldern ist der Sprint, das Klettern eher die Langstrecke“, vergleicht Popien.

300 Quadratmeter Boulderfläche in den Kletterwänden an der Badischen Straße reichten nicht mehr aus, um dort die Nachfrage zu befriedigen. Diese Nachfrage heizen Christian Popien und sein Partner Arndt Willmanns selbst mit an, denn sie bauen seit zehn Jahren Boulderwände und organisieren spektakuläre Wettbewerbe wie die Hard-Moves-Boulder-League mit dem großen Finale in der Schwimmoper. „Nachdem wir so viele Anlagen entwickelt haben, haben wir darüber nachgedacht, dass wir eigentlich auch in unserer Heimstadt so etwas machen müssten“, sagt Popien.

In den vergangenen Wochen hat die Stadt als Vermieter des Gebäudes bereits aufgeräumt und einige Vorarbeiten geleistet, zum Beispiel einen neuen Estrichboden verlegt. „Wir merken, dass wir von der Stadt gewünscht sind“, freut sich Christian Popien, der über weitere Details der geplanten Kletterlandschaft noch nichts verraten will. Gute Gespräche hat es bereits mit den Nachbarn von der Utopiastadt im Mirker Bahnhof gegeben.

„Wir stehen in Kontakt und sind fest entschlossen, etwas gemeinsam zu tun“, sagt Christian Hampe von Utopiastadt, der sich vorstellen kann, mit Freiluft-Kletterwänden an der Trasse das Angebot noch zu erweitern. Den Standort an der Wiesenstraße in der Nähe zur Trasse und zum Mirker Bahnhof hält Christian Popien für ausbaufähig. „Dort sind wir näher dran an unserer Zielgruppe — zum Beispiel den Studenten. Ich bin mir aber gar nicht sicher, ob alle wissen, dass es an der Badischen Straße mit den Kletterwänden ein Landesleistungszentrum für den Klettersport gibt.“