1. NRW
  2. Wuppertal
  3. Stadtteile
  4. Elberfeld

50 Jahre Troxler-Haus: Eine Heimat für mehr als 500 Menschen

50 Jahre Troxler-Haus: Eine Heimat für mehr als 500 Menschen

Der Verein feiert sein Jubiläum und ist mittlerweile die größte Einrichtung für Menschen mit Behinderung im Tal.

Uellendahl. Im Februar 1961 gründeten Menschen aus der anthroposophischen Bewegung Wuppertals das Troxler-Haus e.V. Ihr Ziel war es, Bildungs-, Arbeits-, und Wohnmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Aus dieser Initiative ist in den vergangenen 50 Jahren die größte Einrichtung diese Art für Menschen in der Stadt geworden.

Heute gehört zur „Troxler-Familie“ eine integrative Kindertagesstätte, mehrere Wohngemeinschaften, die Land- und Wohngemeinschaft Marienhof und in eigener Rechtsform die Troxler-Schule und die sozialtherapeutische Werkstätten. Es spielen, lernen, arbeiten und leben inzwischen mehr als 500 Menschen mit Behinderungen in den Einrichtungen.

„All unsere Einrichtungen sind aus der Notwendigkeit heraus entstanden. Erst waren da die Menschen, die auf ein Angebot angewiesen waren und wir haben reagiert“, sagt Rolf Thill für den Vorstand. Von Anfang an sei es Ziel gewesen, die gesamte Biografie des Menschen abzudecken. Ein Besonderheit, auf die der Verein besonders stolz ist, ist deshalb auch das Franziskus Haus für alte und pflegebedürftige Menschen.

„Wer 30 Jahre lang bei uns in der Wohngruppe gelebt hat, kann auch im Alter bei uns bleiben“, erklärt Peter Gutland vom Vorstand. Andere vergleichbare Einrichtungen in NRW sind nicht so breit aufgestellt, ihnen fehlt vor allem die Möglichkeit der stationären Versorgung älterer, pflegebedürftiger Menschen.

Vom Kindergarten bis zum Franziskus Haus — der Verein will helfen, dass jeder Mensch in seiner individuellen Persönlichkeit gefördert wird. Mit Blick auf das aktuell viel diskutierte Thema der besseren Integration behinderter Menschen sagt Christine Böll, Leiterin der Wohnbereiche und im Vorstand: „Wir haben hier viele Behinderte mit großen Einschränkungen. Da muss sich noch viel tun, damit das realisieret werden kann.“ Natürlich versuche man die Eigenständigkeit eines jeden zu fördern, aber: „Es sind Einzelne, die das schaffen.“ In Zukunft werde auch das Thema ambulant betreutes Wohnen auf das Troxler-Haus zu kommen.