Jubiläum : 50 Jahre Programm im Seniorenzentrum

Viele Wuppertaler finden in der Christuskirche neuen Mut und neue Freunde.

. Das Seniorenzentrum in der Christuskirche ist nicht nur für die Mitglieder der Gemeinde ein beliebter Treffpunkt. Vor 50 Jahren im Gemeindehaus Hopfenstraße gegründet, zog man Anfang 2003 in die ehemalige Bibliothek der Kirche. „Zu uns kommen die Besucher aus ganz Wuppertal und natürlich auch aus anderen Gemeinden – ob evangelisch oder katholisch“, erzählt Heidemarie Schultze. Sie engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich und stellt mit ihrem Team wöchentlich ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine.

Ihr zur Seite stehen Pfarrerin Angelika van der List und Schwester Erika vom Reformierten Gemeindestift. „Unser Programm ist schon ein Alleinstellungsmerkmal in der Südstadt“, sagt van der List. Ihr ist wichtig, dass die Evangelische Kirchengemeinde Elberfeld-Südstadt das Projekt trägt und finanziert. Jeder ist willkommen, ohne Anmeldung und Beitrag. Ab 14 Uhr sind die Türen täglich geöffnet, die Woche beginnt jeweils mit einem Gottesdienst. „Viele nutzen anschließend die Zeit zu einem persönlichen Gespräch“, berichtet van der List. Selbstgebackener Kuchen oder Waffeln können am Dienstag probiert werden. „Das Café ist sehr beliebt“, sagt Schultze und beide sehen das Seniorenzentrum als einen Ort zum Kennenlernen und Kontakte knüpfen. „Gerade in Krisenzeiten können wir ein guter Anker sein“, erklärt van der List und erinnert sich an einen Witwer, der hier wieder Anschluss und Freude fand.

Das klassische „Mensch ärgere dich nicht“ wird beim Spieletag am Mittwoch viel benutzt und die Besucher freuen sich, dass sie hier Spielepartner finden. Wer Lust hat, kann sogar tanzen. Beim jährlichen Tanzfest treffen sich rund 70 Tanzfreunde im großen Saal. „Ein Kessel Buntes“ wird am Donnerstag geöffnet. Wer beweglich bleiben will, geht vorher zum Gymnastikangebot, anschließend gibt es Vorträge, Kreativangebote, Filme, Singen oder ein Quiz, alles vorbereitet von den Ehrenamtlern.

Zum Abschluss der Woche schnürt Schultze die Wanderschuhe. Rund 35 Teilnehmer folgen ihr auf den rund fünf Kilometer langen Strecken. Oft führt die Tour mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Wuppertal hinaus, dorthin wo es flacher ist, und eingekehrt wird immer. Wichtig ist van der List die Vernetzung mit anderen aktiven Gruppen der Gemeinde. Daher wird der Flötenkreis am Sonntag den Jubiläumsgottesdienst um 10 Uhr begleiten. Auch Ehrenamtler der ersten Stunde werden dabei sein. Ebenso Oberbürgermeister Andreas Mucke, SPD-Bundestagsabgeordneter Helge Lindt und Diakoniedirektor Martin Hamburger.