Ein Verein kämpft für Oberbarmen

Ein Verein kämpft für Oberbarmen

Das Bürgerforum hat viel vor — aber der Verein braucht Nachwuchs.

Oberbarmen. Die Beträge, die das Bürgerforum Oberbarmen bewegt, sind überschaubar: Nur knapp 3800 Euro befanden sich Ende 2012 in den Kassen. Da erstaunt es nicht, dass der Vereinsvorsitzende Hans-Erich Richling bei der kürzlich abgehaltenen Mitgliederversammlung in der Färberei recht schnell mit seinem Rückblick auf 2012 fertig war.

Zu den Höhepunkten zählte der Adventsmarkt rund um die Immanuelskirche, der 6000 Euro kostete und nur zu stemmen gewesen war, weil der Löwenanteil aus dem Programm Soziale Stadt Oberbarmen/Wichlinghausen floss. Angesichts des Erfolgs, der sich trotz des miserablen Wetters eingestellt hatte, will das Bürgerforum den Adventsmarkt 2013 möglichst auf zwei Tage ausdehnen.

Weiterhin habe man sich bemüht, die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Viertelklang“ abermals nach Oberbarmen zu holen. Das Kulturbüro habe indessen entschieden, die Ausgabe 2013 wieder im Luisenviertel stattfinden zu lassen. Richling hegt die Hoffnung, dass Wupperfeld dann eben 2014 erneut bedacht wird. Immerhin sei dort die Resonanz größer gewesen als im Luisenviertel.

Der Flohmarkt auf dem Berliner Platz, mit dem sich Oberbarmen an der Großveranstaltung „Wuppertal 24 h live“ beteiligte, soll auch 2013 aus gleichem Anlass stattfinden. Für das personell dünn besetzte Bürgerforum bedeutet dies hohen Aufwand. So verkündete Richling, dass einige der bislang bewältigten Aufgaben künftig in die Hände des neuen Quartiersmanagements gelegt werden sollen. Die gute Zusammenarbeit mit dem Team, das sein Büro an der Tütersburg hat, soll ausgebaut werden.

Dies dürfte für alle Beteiligten fruchtbar sein. Denn das Bürgerforum ist zwar ein kleiner Verein, doch vertreten seine Mitglieder wichtige Institutionen im Bezirk, so dass sich ein großes Netzwerk ergibt. Probleme sieht Richling allerdings darin, der Überalterung entgegenzuwirken.

Nicht minder große Schwierigkeiten bereite es, Immobilienbesitzer dazu zu bewegen, in ihre Häuser zu investieren und so dem Stadtteil mehr Attraktivität zu verleihen. Richling hofft, auf diesem Sektor mit Andreas Mucke vom Büro der Quartierentwicklung einen starken Partner zu gewinnen. Dass es sich lohnt, in Oberbarmen zu investieren, belegte Klaus-Günther Conrads in einem Lichtbildvortrag. Die vielen Motive, die er mit der Kamera gesammelt hatte, weckten Lust, einmal selbst auf Entdeckungstour zu gehen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung