Ein „l(i)ebenswertes Heckinghausen“ als Ziel

Ein „l(i)ebenswertes Heckinghausen“ als Ziel

Im Bürgerforum werden Ideen für den Stadtteil entwickelt.

Heckinghausen. Insgesamt 20 graue Blumenkübel, die nicht mehr von der Stadt betreut werden und 36 leerstehende Geschäfte: Die Aussichten der Heckinghauser Straße erscheinen grau und trüb — allerdings nur auf den ersten Blick. Denn es gibt gut zwei Dutzend Menschen, die sich aktiv im Bürgerforum für die Verschönerung ihres Stadtteils einsetzen. Um den Status quo zu diskutieren und Ideen auszutauschen, trafen sie sich jetzt zu Arbeitsgruppen (AGs) unter dem Motto „L(i)ebenswertes Heckinghausen“.

Wie ein Sammelsurium unterschiedlichster Ideen, Projekte und Veranstaltungen erscheint das Angebot des Stadtteiltreffs Heckinghausen, in dessen Räumlichkeiten das Bürgerforum Heckinghausen sein Treffen abhielt. „Auf den kleinen Räumen kommt viel zusammen“, sagt Guido Mengelbert, der sich im Bürgerforum ehrenamtlich für seinen Stadtteil engagiert. So gibt es ebenso Projekte für Kinder und Jugendliche, die sich mit der Zukunft ihrer Stadt beschäftigten als auch etwa die Arbeitsgruppen ganz ohne Altersgrenze. Eins der AG-Projekte ist der Bücherschrank. Auf dem Gelände des Stadtteiltreffs soll er stehen und möglichst kompakt, stabil und wetterfest daherkommen. „Die besten Vorraussetzungen für diese Kriterien bringt eine alte Telefonzelle mit sich“, weiß der ebenfalls im Bürgerforum beteiligte Heiko Meins. Verhandlungen mit einem Telefonanbieter gäbe es bereits, wann die Telefonzelle jedoch bereitgestellt werde, ist noch ungewiss.

Weitere Projekte sind etwa die Bepflanzung der Blumenkübel sowie die leerstehenden Ladenlokale. „Wir versuchen klein anzufangen und mit umsetzbaren Projekten letztendlich ein schöneres Gesamtbild zu kreieren“, erzählt Mengelbert, und ergänzt: „Wenn nächstes Frühjahr plötzlich wieder grüne Triebe aus den grauen Blumenkübeln austreiben und die Straße etwas bunter machen, war unsere Aktion erfolgreich.“ Auf die Unterstützung der ansässigen Unternehmen, vor deren Geschäften ebenfalls Kübel stehen, hofft Thomas Becks, Leiter des Stadtteiltreffs.

Mehr von Westdeutsche Zeitung