Zwischen Eric Clapton und Zorro — der Cronenberger Posaunen-Mix

Zwischen Eric Clapton und Zorro — der Cronenberger Posaunen-Mix

Reformierte Kirche war beim Konzert gut besucht.

Cronenberg. Draußen regnete es zwar ergiebig, doch im Innern der gut besuchten Reformierten Kirche in Cronenberg herrschte Sommer-Feeling. Der Posaunenchor Wuppertal-Cronenberg hatte unter dem Titel „Sommer-Kontraste“ zum Konzert geladen und präsentierte moderne und populäre Blasorchester-Literatur. Um dem Titel gerecht zu werden, wurde das Programm kontrastreich gestaltet. Unter dem Dirigat von Holger Havemann erklangen klassische Märsche, aber auch Swingmusiken und Rock-Medleys.

Eröffnet wurde mit dem Stück „Ross Roy“ des zeitgenössischen niederländischen Komponisten Jakob de Haan aus dem Jahr 1997. Eine Huldigung an den englischen Blues- und Rockgitarristen Eric Clapton erklang mit dem ergreifenden „Tears in Heaven“ im Medley „The Cream of Clapton“. Aus dem Soundtrack des skurrilen Films „Terminal“ präsentierte das Orchester „Victor‘s Tale“. Zart schwebten die Klarinettentöne im Solo von Martin Rümmler durch den Kirchenraum und steigerten sich zu einem energischen Crescendo. Auch das Saxophonsolo von Daniela Mertens in „El Bimbo“ versprühte Sommerlaune.

Spanisch kam es den Zuhörern in den Auszügen von „The Legend of Zorro“ vor, in dem imaginäre Kastagnetten erklangen, und man die Degen förmlich singen hörte. Märsche sind bekannt und gehen immer — daher klatschten und wippten die Zuhörer beim Regiments- und Graf-Zeppelin-Marsch begeistert mit.

Über 2000 Kompositionen verfasste der legendäre Jazzmusiker Duke Ellington. In einem fetzigen Medley erklangen u.a. „Moon Indigo“ oder „Don‘t Get Around Much Anymore“.

Mit einem rockigen Bon-Jovi-Mix verabschiedete sich das Orchester und erfüllte den Wunsch der Zuhörer nach einer Zugabe mit dem „Saint Louis Blues Marsch“. Ein abwechslungsreiches Konzert mit vielen Ohrwürmern, dessen Programm unterschiedlichen Musikvorlieben gerecht wurde.

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