Sudberg: Sorge um das Naturdenkmal

Sudberg: Sorge um das Naturdenkmal

Ein Gutachten soll Klarheit über den Zustand der Blutbuche bringen.

Sudberg. Selbst jetzt, im Winter, wirkt sie prächtig: Die große alte Blutbuche beherrscht an der Sudberger Straße seit vielen Jahrzehnten die Szene. Wie alt sie ganz genau ist, vermag kaum jemand zu sagen, doch der mächtige Baum ist längst in den Status eines Denkmals erhoben worden, den eines eingetragenen Naturdenkmals.

Nun gibt es Sorgen um seine Gesundheit und Diskussionen in der Bezirksvertretung (BV) Cronenberg. Denn die Buche ist von einem Pilz befallen.

Dies sei zuvor nicht aufgefallen, da sich die Fruchtkörper des Schüppling-Pilzes nur wenige Wochen im Jahr zeigten, heißt es von der Stadt. Der Pilz ist ein Wundparasit, der in Laub- und Nadelwäldern gleichermaßen vorkommt. Ein Gutachten „hinsichtlich des Befalls und der zu erwartenden Lebensdauer“ soll Klarheit bringen, teilte die städtische Fachabteilung der Bezirksvertretung mit.

Zwar gebe es detaillierte Ergebnisse voraussichtlich erst im Januar, aber soviel lässt sich anscheinend schon jetzt sagen: Akut gefährdet ist die Blutbuche offenbar nicht.

Bezirksbürgermeisterin Ursula Abé (SPD) teilte mit, dass nach Auskunft der Verwaltung der Pilzbefall zwar offensichtlich sei, es sich aber nicht um einen aggressiven Pilz handele. Da der Baum breitverwurzelt sei, könne er trotz des Befalls noch Jahrzehnte leben. Es wird angeregt, den „Begehungsrhythmus“ des Umweltamtes so anzupassen, dass der Baum künftig zur Zeit der Pilzblüte begutachtet werden könne.