Initiative: „Pro Cro“: Neue Ideen für Cronenberg

Initiative : „Pro Cro“: Neue Ideen für Cronenberg

Gruppe „Pro Cro“ will die Attraktivität des Stadtteils erhalten, vergrößern und damit werben.

Cronenberg. Es fing mit einer Diskussion auf Facebook an, jetzt ist daraus eine kleine Gruppe geworden, die voller Tatendrang ist, sich für den Stadtteil einzusetzen. „Es sind einige Ideen vorhanden“, sagt Uwe Trautmann, Transport-Unternehmer aus Cronenberg.

Insgesamt sieben Personen kamen bei einem ersten Treffen im Cronenberger Bahnhof vor knapp zwei Wochen zusammen - noch mehr waren interessiert, aber verhindert. Und dieses kleine Grüppchen schmiedet schon ein paar Pläne für Bereiche, bei denen es aktiv werden will. Zum Beispiel beim Leerstand in Cronenberg.

Auslöser war eine Diskussion bei Facebook, was es denn für Geschäfte in Cronenberg geben sollte. „Ich habe das mal in einer Cronenberg-Gruppe gepostet“, berichtet Rainer Becker, leidenschaftlicher Cronenberger Lokalpatriot. „Dort haben sich dann bestimmt 100 Leute an der Diskussion beteiligt.“ Es seien Vorschläge von Handy-Shop bis Fischladen gekommen, „50 Prozent davon sinnvoll“, so Becker.

Ihm war aber klar, dass einfaches Wünschen nicht reicht, sondern dass ein Konzept hermuss, um wieder mehr Geschäfte nach Cronenberg zu holen. Für diese Äußerung erhielt er viel Zuspruch. „Da habe ich entschieden, ich mache eine Gruppe auf und habe sie ,Pro Cro’ genannt.“ Untertitel: „Bürger gestalten Cronenberg“. Über Nacht habe diese Gruppe bei Facebook 40 Mitglieder gehabt, berichtet er begeistert.

Das war im November, inzwischen gibt es 70 Mitglieder. Vor knapp zwei Wochen haben sich einige eifrige Nutzer erstmals persönlich getroffen und sich über ihre Ideen ausgetauscht. Ergebnis: „Wir fangen einfach an“, so Rainer Becker.

Eine Untergruppe habe sich zum Beispiel zusammengetan, um Informationen zu leer stehenden Ladenlokalen zu sammeln, um dann gegebenenfalls darauf hinzuarbeiten, dass sie wieder genutzt werden.

Weiter wollen die Aktivisten etwas für das Selbstbewusstsein des Stadtteils tun und sammeln in der Facebook-Gruppe Beiträge dazu, was Cronenberg lebenswert macht. „Cronenberg lohnt sich“, den Spruch, der bis vor zwei Jahren über der Hauptstraße Werbung für den Stadtteil machte, zitiert zum Beispiel Uwe Trautmann immer wieder.

Was er damit meint: „Hier herrscht ein anderes Lebensgefühl als im Tal. Man kennt sich einfach.“ In der Gruppe sei man sich einig gewesen, dass die Leuchtreklame wieder aufgehängt werden soll — vielleicht betrieben mit erneuerbarer Energie. Auch ein Veranstaltungskalender für Cronenberg im Internet ist in Planung.

Dabei wollen sie zunächst weiterhin ein lockerer Zusammenschluss bleiben, kein Verein, sondern „Anschubser“ für Initiativen oder andere Zusammenschlüsse, erklärt Trautmann. Und Rainer Becker sagt: „Wir wollen Ideen aufschnappen, aus denen mehr werden kann“ — nach dem Vorbild der Initiative Aufbruch am Arrenberg etwa.

Man wolle zu Themen jeweils Menschen finden, die sich auskennen und entsprechende Netzwerke haben. Dabei sehen sie auch Anknüpfungsmöglichkeiten mit anderen Ansprechpartnern in Cronenberg — vom Heimat- und Bürgerverein bis zur Cronenberger Wirtschaft. Rainer Becker hat auch schon Kontakt zu der ebenfalls recht jungen Initiative „NiC — Nachhaltig in Cronenberg“ aufgenommen.

uwe@transeuco.com