1. NRW
  2. Wuppertal
  3. Stadtteile
  4. Cronenberg

Mein erstes Mal (10): Blick in die Sterne

Mein erstes Mal (10): Blick in die Sterne

Unser Reporter durfte auf dem Dach des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums durch die Teleskope in den Weltraum schauen. Er hat sogar Orionnebel gesehen.

Küllenhahn. Landschaftsformen auf dem Jupiter erkennen, den Untergang des Mars verfolgen und entfernte Galaxien beobachten: Was Galileo Galilei vor über 400 Jahren gemacht hat, können die Schüler des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG) auf dem Dach der Schule ausprobieren. Denn seit 2009 steht auf der größten Schule in Wuppertal eine Sternwarte.

„Wir haben sechs Beobachtungsstationen an die wir jeweils vier unterschiedliche Teleskope montieren können“, erklärt mir der Initiator und Leiter der Sternwarte Michael Winkhaus. Mit den verschiedenen Teleskopen kann ich mir alle Objekte am Himmel näher anschauen. Durch das Linsenteleskop erkenne ich den Jupiter mit seinen vier Monden. Auch sehe ich einen riesigen Wirbelsturm auf der Oberfläche des Planeten.

Um Sternbilder und Galaxien zu erkunden, wird ein Spiegelteleskop aufgesetzt. Hier kann ich beispielsweise den Orionnebel erkennen. „Dieser Nebel liegt im Sternbild Orion und ist ein Sternentstehungsgebiet. Er ist über 1000 Lichtjahre von uns entfernt“, erklärt mir Winkhaus.

Mein erstes Mal

Neben den sechs identischen Beobachtungsstationen im Freien gibt es noch ein gigantisches, weiteres Teleskop. Winkhaus: „Unsere Station sieben ist ein riesiges Teleskop, das eine Tonne wiegt. Es liegt windgeschützt und kann bei gutem Wetter ausgefahren werden.“ Hierzu kann das Dach über der Station in wenigen Sekunden wie ein Cabrio-Dach geöffnet werden. Durch das große Teleskop habe ich einen noch besseren Blick auf die Planeten. Ich kann die Oberfläche unseres Nachbarplaneten Venus gut erkennen und entdecke zudem ein regenbogenfarbendes, rundes Gebilde am Himmel. „Das ist ein explodierter Stern“, sagt Winkhaus.

Damit die von den Schülern und auch meine beobachteten Phänomene am Himmel abgebildet werden können, sind alle Beobachtungsstationen mit einer Kamera ausgestattet. Ich habe glücklicherweise einen klaren Himmel erwischt und den Jupiter fotografiert.

„Wir haben auch einen Sternwarten-Computerraum zur Steuerung der Teleskope. Von dort aus können wir bei schlechtem Wetter die Teleskope ausrichten“, sagt Winkhaus.