Mehr als 30 Schüsse auf den Manuelskotten

Mehr als 30 Schüsse auf den Manuelskotten

Unbekannte schossen kurz vor Weihnachten auf drei Gebäude.

Kaltenbachtal. Der Schreck sitzt ihm immer noch in den Gliedern. Bernd Kruse ist seit vielen Jahren der Vorsitzende des Fördervereins der Naturfreunde, aber so etwas hat er bisher noch nicht erlebt. „Ich verstehe nicht, wie man so etwas machen kann“, sagt er geschockt.

Kurz vor den Weihnachtstagen wurde auf drei Objekte im Kaltenbachtal geschossen. Eines der Ziele war der Manuelskotten, der letzte noch wirtschaftlich betriebene Schleifkotten im Kaltenbachtal.

Mehr als 30 Schüsse gaben Unbekannte auf den Kotten ab, mehrere Fenster wurden beschädigt. Auch das in der Nähe gelegene Naturfreundehaus nahmen der oder die Täter ins Visier. Drei Löcher wurden dort in den Fensterscheiben entdeckt, doch keine Munitionsreste wie am Tatort Manuelskotten.

„Das ist ja die reinste Wildwestmanier“, sagte Kruse empört. Durchschlagen wurden bei den Doppelglasfenstern jeweils nur das äußere Glas. Zurück bleibt bei Bernd Kruse dennoch ein Angstgefühl. „Wir vermieten das Naturfreundehaus an Wanderer und bieten dort auch die Möglichkeit für Übernachtungen. Jetzt hat man allerdings schon komische Gedanken im Hinterkopf“.

Ein nahegelegenes Privathaus, das zum Zeitpunkt der Tat zum Glück noch nicht bezogen war, wurde ebenfalls beschossen. Auch dort wurden die Fenster beschädigt. Geschehen sind die Taten wahrscheinlich am 22. Dezember.

Am Morgen des folgenden Tages wurden sie entdeckt und sofort Anzeige gegen unbekannt erstattet. Die Polizei ermittelt.

Mehr von Westdeutsche Zeitung