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Kopf-an-Kopf-Rennen beim Goldenen Spaten

Auszeichnung : Kopf-an-Kopf-Rennen beim Goldenen Spaten

Siedlung Bremkamp erreicht den ersten Platz vor den Siedlungen Sondern und Osterholz.

. Es war wohl ein Schmetterling, vermutlich ein Schwalbenschwanz, der das knappe Rennen um den Sieg beim Wettbewerb um den „Goldenen Spaten“ zugunsten der Siedlung Bremkamp entschied. „Es war so knapp wie noch nie“, gestand Lutz Kosanke, Vorsitzender des Kreisverbandes Wohneigentum, am Samstag bei der Siegerehrung im Freizeitheim der Siedlung Wilhelmring in Cronenberg, als er das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Bremkamp in Wuppertals Westen und der Siedlung Sondern in Beyenburg schilderte.

Dass sich der Schwalbenschwanz im Grün der Siedlung am Bremkamp besonders wohl fühlte, führte die achtköpfige Jury, bestehend aus Mitarbeitern des Ressorts Grünflächen und Forsten, des Stadtrates und des Siedlungskreisverbandes auf eine dort besonders intakte Umwelt zurück. Der Schutz und Lebensraum von vornehmlich durch Pestizide bedrohten Bienen und Insektenarten war in diesem Jahr ein Sonderthema beim Wettbewerb um den Goldenen Spaten.

 Aber auch sonst hatten die Bremkamper, angeführt vom jungen Vorstand mit Henrike Melangeri und der Jugendwartin Pauline Hasenclever, bei der Begehung Anfang Juli einige Trümpfe vorzustellen. Wie den Garten von Mitglied Wolfgang Poweleit, der dafür sorgte, dass immer „etwas blüht“, so dass die Insekten stets Nahrung, aber auch Gelegenheit zum Bestäuben der Blüten finden. Bienenvölker, ein Natur-Bassin mit Kois und Graskarpfen sowie Weizen, den ein Siedler anbaut, aber auch ein vorzüglich gestalteter Kinderspielplatz rundeten das positive Bild ab. Und die sichtlich erfreuten Damen aus dem Bremkamp-Vorstand konnten von Bürgermeisterin Ursula Schulz und Lutz Kosanke die begehrte Trophäe entgegennehmen. „Zum ersten Mal in der Siedlungsgeschichte haben wir den Goldenen Spaten gewonnen“, sagten Henrike Melangeri und Pauline Hasenclever und strahlten.

Siedler spenden Obst, Gemüse und Geld an die Jugend

Die Siedlung Sondern konnte mit begrünten Dächern und entsprechender Nahrung für die schwirrenden Bestäuber punkten und wurde knapp Zweite vor dem Osterholz, der Wilhelmshöhe und dem Westpark, die jeweils Geldpreise erhielten.

Kosanke hatte den Inspektionsrundgang vom 6.Juli anhand von Fotos und Schilderungen noch einmal Revue passieren lassen und erläutert, wie die teilnehmenden Siedlungen gerade das Sonderthema verarbeitet hatten. Da gab es Insekten-Hotels wie am Osterholz, besonders viele Obstpflanzen und Blumen im Westpark oder alte Mauern und aufgeschichtetes Altholz, in dem Insekten ebenso siedeln wie vielfältiges Kleingetier am Wilhelmring. „Das sind richtige Biotope“, erklärte Kosanke, der auch Vorsitzender der Siedlung Wilhelmring ist, den dortigen Umgang mit dem Sonderthema.

Unabhängig vom „Tanz um den Goldenen Spaten“, hob Bürgermeisterin Ursula Schulz die soziale Bedeutung der Siedlungen und deren gemeinsames Zusammenwirken hervor.

Pfarrer Volker Haarmann, der eine kurze Ansprache hielt, hatte sich ein farbenprächtiges Gemälde mit dem Schöpfer und den Früchten von Emil Nolde zum Thema gewählt. Und Früchte der Obstbäume und der heimischen Felder dienten bei der Feier nicht nur als Dekoration, sondern auch als Erntespende der Wuppertaler Siedlungsgemeinschaft an die durch Fachbereichsleiterin Silke Lork Nottelmann vertretenen Kinder- und Jugendgruppen. Die Spende an die jungen Mitbürger in Naturalien wurde seitens der Siedler noch durch eine namhafte finanzielle Zuwendung veredelt.