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Cronenberg: Ideen für drei neue Wohngebiete

Cronenberg : Ideen für drei neue Wohngebiete

Buscherhofer Straße, Greueler Straße und Hackestraße: Die Stadt sieht Chancen in Cronenberg. Doch die Realisierung ist noch offen.

Cronenberg. Wohnen auf den Südhöhen ist beliebt. Kein Wunder also, dass auf der jüngsten Investorentour der Wirtschaftsförderung auch drei potenzielle Baugebiete in Cronenberg auf dem Plan standen. Doch in nächster Zeit dürften dort noch keine Aktivitäten zu erwarten sein. Es geht eher um mittel- und langfristige Planungen.

Cronenberg: Ideen für drei neue Wohngebiete
Foto: Stefan Fries

Früher stand auf dem Gelände an der Buscherhofer Straße/Ecke Berghauser Straße eine Schraubenfabrik. Doch Ende der 1990er Jahre stellte die Firma Kipper den Betrieb ein — jetzt soll dort ein Wohngebiet entstehen. Es geht dabei um etwa 3500 Quadratmeter. „Das Gelände ist bereits abgeräumt“, weiß Michael Georg von Wenczowsky, Bezirksvertreter der CDU. Er hätte sich dort auch gut wieder Gewerbe vorstellen können. „Dann müsste man aber mit den Grundstückspreisen runter“, sagt von Wenczowsky. Für Wohnen sei das Areal „auch nicht so einfach, aber wenn sich jemand findet, okay.“

Cronenberg: Ideen für drei neue Wohngebiete
Foto: Stefan Fries

Auch Hans-Peter Abé (SPD) würde Wohnbebauung dort begrüßen. „Einen B-Plan gibt es ja bereits. Uns ist aber auf jeden Fall wichtig, dass sich die Bebauung an die Umgebung anpasst.“

Laut der Sprecherin der Erbengemeinschaft gebe es schon einige Interessenten für Wohnen dort. „Sowohl Einzelpersonen, die sich zusammenschließen wollen, mit einem Architekten, als auch Firmen.“ Verkauft sei das Gelände aber noch nicht.

Mit dem Slogan „Wohnen an der Museumsbahn“ warb die Wirtschaftsförderung für das unbebaute, gut 5800 Quadratmeter große städtische Gelände an der Greueler Straße. Zweigeschossige Bauweise ist dort möglich. Für die Planung laufe ein studentischer Wettbewerb in Zusammenarbeit mit der Bergischen Uni, erzählt Alexander Buckardt von der Wirtschaftsförderung. Leitthema ist das ressourceneffiziente Wohnen. „Unter anderem soll Material aus der Region verwendet und mit wenig Energieaufwand gebaut werden“, sagt Buckardt.

Hans-Peter Abé (SPD) zu den Plänen an der Greueler Straße

Das Gelände ist schon länger im Angebot. In der Vergangenheit gab es allerdings Diskussionen, unter anderem um die Bodenbeschaffenheit. „Das ist alles Quellgebiet dort“, warnt Peter Vorsteher von den Grünen. Auch der Verein Museumsbahn habe Bedenken gehabt, dass seine Strecke durch Bauarbeiten möglicherweise unterspült werden könnte, räumt Buckardt ein. Aber jetzt gebe es Gutachten, die eben genau das ausschließen.

In der BV stand kürzlich der Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans zur Diskussion. Mit Stimmenmehrheit von SPD und CDU wurde er gegen die Stimmen von Grünen, Linken und WfW angenommen. „Der Betrieb der Museumsbahn darf aber auf keinen Fall gefährdet werden“, erklärt Abé. „Es darf nicht nachher jemand kommen und sagen, die Bahn ist uns aber zu laut“, erklärt er. Dafür sei der Verein einfach zu wichtig. Wobei momentan die Bahnen dort auch noch gar nicht langführen. „Das ist aber für die Zukunft geplant, die Strecke verläuft ja dort“, sagt Abé. Deshalb müsse man das irgendwie vorher schon festlegen.

Das größte der drei potenziellen Wohngebiete — zumindest auf den ersten Blick: 13 000 Quadratmeter stehen dort zur Verfügung, allerdings nur 2500 für Wohnen. Weitere 3500 sind für Gewerbe vorgesehen. „Gut 7000 Quadratmeter bleiben frei“, erläutert Buckardt. Sie dienen als Abgrenzung zum Gelände der Firma Picard, die nördlich des Areals ansässig ist. „Die muss geschützt werden“, betont von Wenczowsky. Er sieht es deshalb durchaus positiv, dass nicht direkt angrenzend gebaut werden darf. „Das lässt sich mit dem Betrieb nicht vereinbaren.“

Nach dem Aus einer Sägefabrik auf dem Gelände waren einige Hallen vermietet. Zuletzt gab es nach WZ-Informationen Pläne eines Investors für eine Alten- oder Pflegeeinrichtung dort, die sich aber nicht realisieren ließen.