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Hauptschule schließt — was geschieht mit dem Gebäude?

Hauptschule schließt — was geschieht mit dem Gebäude?

Im Sommer ist Schluss. Bezirksvertreter wollen keinen Leerstand. Schule ist Trainingsstätte vieler Vereine.

Cronenberg. Das Aus kommt schneller als erwartet. Bereits zum Ende dieses Schuljahres, also im Sommer 2012, läuft der Schulbetrieb an der Hauptschule Cronenberg aus (die WZ berichtete). Die Entscheidung dürfte auch das Gebäudemanagement der Stadt in Zugzwang bringen, denn eine Nachfolgenutzung für das markante, zum Großteil denkmalgeschützte Gebäude an der Berghauser Straße gibt es bislang nicht.

In der Bezirksvertretung Cronenberg zeigten sich die Mitglieder erstaunt, dass die Information über die vorzeitige Schließung erst durch die Presse erfolgte. Einstimmig fordern die Politiker nach einem CDU-Antrag die Verwaltung auf, umgehend verlässliche Aussagen über eine Folgenutzung zu machen. In einem Eilantrag an den Oberbürgermeister wird verlangt, es nicht zu einem Leerstand kommen zu lassen. Das würde die Stadt Geld kosten.

Bei ehemaligen Schulgebäuden ist die Stadt angehalten, sie zu veräußern, wie es jetzt aus der Pressestelle heißt. Einen Interessenten gibt es indes aber noch nicht. Man sei auf der Suche nach Ideen, was eine Nutzung angeht.

Das Schulgebäude der ehemaligen städtischen Realschule war in den Jahren 1909 und 1910 in Bergischer Bauweise nach den Plänen des damaligen Stadtbaumeisters Siedentopf errichtet worden. Von besonderer Bedeutung waren für die Cronenberger stets die Turnhalle und die Aula, die einst als Kulturzentrum und „weihevoller Festraum“ genutzt wurde. Sie wird auch heute noch für verschiedene kulturelle Veranstaltungen und Sitzungen — etwa von der Grundschule Rottsieper Höhe und der Bezirksvertretung — benötigt.

Die Turnhalle, die damals den Ansprüchen des Geräteturnens gerecht wurde, ist zwar wegen der Größe nicht für Ballspiele geeignet, aber Heimat von allein sieben Vereinen, für die es laut Sportamt keine alternativen Trainingsmöglichkeiten gibt.

Fest steht: Ein Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes kommt für die Cronenberger nicht in Frage. „Es muss erhalten bleiben“, betont auch Rolf Tesche vom Heimat- und Bürgerverein. Er glaubt allerdings, dass es für die Stadt schwierig werden dürfte, einen Käufer zu finden. „Alternative Lösungen müssen her.“

“ Am kommenden Mittwoch, 21. Dezember, kommt das WZ-Mobil um 16 Uhr zur Hauptschule an der Berghauser Straße.