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Erlebnistag: Gesund leben und die Umwelt schützen

Umweltfest : Erlebnistag: Gesund leben und die Umwelt schützen

Station Natur und Umwelt informierte über Nachhaltigkeit im alltäglichen Leben.

. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wirkt mitunter etwas spröde und ausgelatscht. Insofern ist es immer gut, wenn es Vereine und Initiativen gibt, die zeigen, wie die viel beschworene „Nachhaltigkeit“ im Alltag umgesetzt werden kann. Beispiele ganz unterschiedlicher Art lieferte die Station Natur und Umwelt Wuppertal am Samstag bei einem Erlebnistag zum Thema „Nachhaltigkeit im täglichen Leben“. Vier Stunden lang wurde dort über nachhaltiges Essen und Trinken sowie ein gesundes Leben informiert.

Gute Resonanz trotz einiger „Konkurrenzveranstaltungen“

Der Erlebnistag fand zum zweiten Mal statt, zudem hatte er einen Vorgänger, bei dem sich das Thema auf den Aspekt „Umweltschutz mit Geschmack“ konzentriert hatte. Die Veranstaltung werde in der Regel von etwa 400 Gästen besucht, sagte Kornelia Heger-Wegmann vom Förderverein der Station Natur und Umwelt. Man sei mit der Resonanz auch in diesem Jahr sehr zufrieden, immerhin gebe es im Frühherbst viele andere Veranstaltungen in der Stadt. Zudem kam diesmal die Groß-Demo am Hambacher Forst hinzu, für die Umweltverbände landauf, landab geworben hatten. Bei der Besucherklientel beider Veranstaltungen gibt es gewisse Überschneidungen.

Auffällig ist dabei auch, dass nachhaltiges Konsumieren und Leben mittlerweile längst eine Sache für die ganze Familie geworden ist. Viele junge Familien waren vertreten, extra für den Nachwuchs gab es Angebote wie Kartoffeldruck oder das Bemalen von Kräutersäckchen. Zudem konnten auch die Kleinsten in einem Kartoffelacker graben und die geernteten Erdäpfel im Holzbackofen backen. Das gute Wetter lud außerdem viele Besucher mit Kindern zum Spielen auf dem Rasen ein. Und wer wollte, konnte auch einfach nur mit Blick in Richtung Gelpetal abschalten.

Angebote von Pfandraising
bis zur Apfelsaftmanufaktur

Reichlich Andrang herrschte auch bei Harald Auer und seiner Apfelsaftmanufaktur, der gleich am Anfang der Station stand. Auf einem Anhänger hatte er zwei alte Apfelpressen aufgestellt, an denen er vorführen konnte, wie Apfelsaft hergestellt wird.

Umweltschutz mit einem guten Zweck verbinden will der vor knapp drei Jahren gegründete Verein Pfandraising. Unter dem Motto „Feier wild – sei faul – tu Gutes“ sammelt der Verein pfandpflichtiges Leergut ein, das die Besitzer nicht zurückbringen können oder wollen. Jeden zweiten Mittwoch sind die Mitglieder des Vereins in Wuppertal mit einem Bulli unterwegs und sammeln das Leergut bei Spendenwilligen ein. Die Glasflaschen, Dosen oder PET-Behältnisse werden dann bei einem großen Wuppertaler Supermarkt abgegeben. „Bis zu 150 und 400 Euro kommen da zusammen“, erklärte Sebastian Oltmanns, der gemeinsam mit Julia Thomschke über die Aktivitäten des Vereins informierte. Das eingenommene Geld wird für wohltätige Zwecke verwendet.

Dass auch bei den Haustieren auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden sollte, darüber informierten an dem Tag Silvia Röntgen-Drexel und Markus Käsler, die beiden Gründer der Tiersnackeria aus Radevormwald.