Cronenberg will Übersicht über Breitbandausbau

Schnelles Netz : Mehr Übersicht über den Breitbandausbau

Internet: Bezirksvertreter wollen wissen, an welchen Stellen es „weiße Flecken“ gibt.

. Schnelles Internet ist in Cronenberg nicht überall zu haben. Wohnt man etwa in Unterkohlfurth hat man das Nachsehen. Die Breitbandkarte – verfügbar über das Geodatenportal der Stadt – zeigt an dieser Straße reichlich „weiße Flecken“.

Laut Breitbandatlas NRW können 90 Prozent der Telefonanschlüsse in Wuppertal schnelles Internet leisten. Die verbleibenden zehn Prozent verteilen sich auf alle Stadtteile, wie Alexander Buckardt von der Wirtschaftsförderung erläutert.

In der Bezirksvertretung Cronenberg will man nun genauer wissen, wo sich die „weißen Flecken“ befinden. Für die SPD hatte Hans-Peter Abé beantragt, eine „allgemeinverständliche Breitbandlandkarte“ für den Stadtteil erstellen zu lassen. Daraus soll auch der aktuelle Stand des Breitbandausbaus hervorgehen.

Wie Buckardt erläutert, bereitet derzeit eine Arbeitsgruppe eine Ausschreibung für den Anschluss der bisher unterversorgten Gebiete vor. Das sehnen auch die Cronenberger dringend herbei, wie er bestätigt: „Erst heute hat mich jemand angerufen, der wissen möchte, wann er endlich mit einem schnelleren Internetanschluss rechnen kann.“ Doch so schnell geht es nicht, erklärt der Wirtschaftsförderer. Wenn die Bauarbeiten beginnen, würden Leitungen etwa dort zuerst verlegt, wo ohnehin Bauarbeiten anstehen, und an welcher Stelle angefangen werde, stehe noch nicht fest.

Wuppertal kooperiert in Sachen Internet mit den Nachbarstädten

Dustin Schmidtberg vom Verein Freifunk hatte in der WZ erklärt, mit einem Anschluss von 50 mBit pro Sekunde, könne man zum Beispiel Filme bei Online-Anbietern ansehen. Bei einem Anschluss mit 16 mBit/s sei dagegen schon das Hochladen von Fotos zäh. So einen sehr langsamen Anschluss haben in Wuppertal noch drei Prozent der Haushalte, und zwei Prozent haben eine noch schlechtere Anschlussqualität. Wie diese in Cronenberg verteilt sind, zeigen die öffentlich verfügbaren Daten nicht. Buckardt sagt: „Es ist aus historischen Gründen so, dass die Telefonanschlüsse, die an einer Stadtgrenze liegen, oft die schlechteste Anschlussqualität haben.“ Wuppertal kooperiere daher mit den Nachbarstädten, um diese Gebiete besser versorgen zu können. Auch an der Morsbachtalstraße zeigen sich aus diesem Grund viele weiße Flecken.

Mehr von Westdeutsche Zeitung