Bürgerverein feiert seinen 50. Geburtstag

Bürgerverein feiert seinen 50. Geburtstag

Michael von Wenczowsky führt im Jubiläumsjahr den Verein.

Hahnerberg. Drei Vereinsvorsitzende innerhalb von 50 Jahren — das spricht für Kontinuität beim Bürgerverein Hahnerberg-Cronenfeld. Zunächst lenkte der Mitgründer Wilhelm Wortmann, der später der „Börgermeester vom Hahnerberg“ genannt wurde, 32 Jahre lang die Geschicke des Vereins. Er war nicht zuletzt wegen seiner humorvollen Art von seinen „Kollegen“ Gottfried Gurland, Johannes Rau und Ursula Kraus geschätzt und anerkannt und fand in der Regel für die Anliegen des Bürgervereins ein offenes Ohr.

Sein Nachfolger wurde der viel zu früh verstorbene Gerd Weisbeck, der zwölf Jahre lang an der Spitze stand. Ein neuer Mann musste gefunden werden. Das langjährige Ratsmitglied Michael von Wenczowsky, das sich bereits weitgehend aus der Politik zurückgezogen hatte, stellte sich dann zur Verfügung und ist inzwischen seit sechs Jahren im Amt.

In den besten Zeiten hatte der Hahnerberger Bürgerverein über 500 Mitglieder. Bereits 1895 hatte es einen Bürgerverein vor Ort gegeben, von dem es heute aber keine Unterlagen mehr gibt und der zwischen 1933 und 1939 aufgelöst war.

Wilhelm Wortmann, Werner Budt, Siegmund Kleinschmidt und Rudolf Heuwold sahen 1963 die Notwendigkeit der Neugründung des Vereins, nachdem es auf der Hahnerberger Straße aufgrund schlechter und gefährlicher Verkehrsverhältnisse mehrere tödliche Unfälle gegeben hatte. Der Verein hatte mit seinen Forderungen nach einer ausreichenden Beleuchtung, einer Schwarzteerdecke statt des glitschigen Pflasters und einer Ampelanlage in Höhe des damaligen Feuerwehrhauses schließlich Erfolg.

Die Aufgaben mehrten sich im Laufe der Jahre. Das Gelpetal sollte kein Freizeitpark werden, die Gehwege waren desolat, für die Müllentsorgung entstand statt der wenig geruchsfreundlichen Deponie im Steinbruch Korzert die Müllverbrennungsanlage. Viel Diskussionsstoff brachte auch die L 418 mit dem Tunnel Hahnerberg.

In den vergangenen Jahren wurde es dagegen ruhiger. Oft waren es verkehrliche Probleme durch die starke Zunahme des Fahrzeugverkehrs, mal ging es um den Umweltschutz. -hl

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