Bergische Museumsbahnen: Viel Arbeit in der Winterpause

Bergische Museumsbahnen: Viel Arbeit in der Winterpause

Bergische Museumsbahnen müssen Gleise und Strommasten erneuern – und das schneller als bislang geplant. Fremdfirmen helfen.

Kohlfurth. Am Sonntag war Schluss: Die Bergischen Museumsbahnen haben ihre Winterpause begonnen. Die wird allerdings nicht sonderlich ruhig ausfallen: Die ehrenamtlichen Mitglieder des in Kohlfurth beheimateten Bergischen Museumsbahn-Vereins müssen an verschiedenen Stellen ihrer 3,2 Kilometer langen Strecke durchs Kaltenbachtal Gleise erneuern.

"Die Strecke ist nicht in einem Zustand, wie sie sein sollte", sagt der Vorsitzende Michael Schumann. 100000 Euro hat sein Verein pro Jahr aus Fahrgeldern, Beiträgen der knapp 260 Mitglieder, Bücher- und Broschürenverkauf sowie Spenden zur Verfügung. Doch das Problem mit der Gleis-Sanierung ist vor allem ein zeitliches: Vor allem die Schwellen sind so marode, dass die Erneuerung nach zwei statt, wie bisher geplant, nach fünf Jahren abgeschlossen sein muss. Schumann: "Das hat unsere Planung über den Haufen geworfen."

Gefahren für die Fahrgäste bestehen auf der Strecke aber nicht, betont der Vorsitzende. Bei den anstehenden Arbeiten packen nicht nur die 35 aktiven Mitglieder des Vereins mit an, sondern auch Fremdfirmen sind dabei. Neben den Gleisen mit ihren Schwellen müssen zudem auch Strommasten ersetzt werden.

Fünf Wagen stehen derzeit in der Kohlfurth für die Sonntagsausfahrten zur Verfügung, hinzu kommen Schienenfahrzeuge sowohl für Strecken- als auch für Oberleitungsarbeiten. Im Depot warten darüber hinaus zahlreiche - reparaturbedürftige - Straßenbahn-Schätze, die der Verein nach und nach in Stand setzen will. "Das reicht für die nächsten 50 Jahre", meint ein Mitglied.

Die mehr oder weniger fahrbereiten Straßenbahnen, einschließlich Anhänger stammen überwiegend aus dem Bergischen, wobei auch Straßenbahnunternehmen aus dem Ruhrgebiet und dem Rheinland die Bergischen Museumsbahnen im Auge haben, wenn sie ihre ausrangierten Oldtimer los werden wollen. Der erste fahrbereite Anhänger soll in der kommenden Saison in Dienst gehen. Bis dahin muss er den Werkstattraum verlassen haben. Ziel der Bergischen Museumsbahnen ist es, dass die "Elektrische" wieder ihren regulären Dienst in Wuppertal aufnimmt, wie sie es bis zum Jahr 1970 getan hat.

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