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Altlasten 15.000 Tonnen Boden werden ausgetauscht

Altlasten 15.000 Tonnen Boden werden ausgetauscht

Die Altlasten-Sanierung auf dem Gelände eines ehemaligen Galvanik-Betriebs läuft bis April 2011.

Unterkohlfurth. Die Altlastensanierung in der Unterkohlfurth geht in die heiße Phase: Wie die Stadt dem Umweltausschuss berichtet, sollen die Bauarbeiten auf dem ehemaligen Galvanik-Betriebsgelände im April 2011 abgeschlossen sein. Bis dahin werden 15 000 Tonnen Boden ausgetauscht — unter Aufsicht eines Gutachters.

Demnach muss jeder Lastwagen, der das Gelände mit Erdreich verlässt, durch die Bauüberwachung frei gegeben werden. Dabei wird darauf geachtet, dass der Abtransport des belasteten Materials nur in geschlossenen und wasserdichten Lkw erfolgt. Mit Blick auf die angrenzenden Straßen soll an der Ausfahrt auch eine Reifenwasch-Anlage zum Einsatz kommen. Die Stadt weist vorab darauf hin, dass in der Unterkohlfurth bis zum Abschluss der Altlasten-Sanierung mit Baustellen-Verkehr zu rechnen ist.

Die Stadt geht davon aus, dass die Abdichtung des Geländes mit maximal gut 3,2 Millionen Euro zu Buche schlägt — im Rahmen einer Mischfinanzierung, an der neben dem früheren Nutzer des Geländes auch die Stadt und der Verband für Altlastensanierung und -aufbereitung NRW (AAV) beteiligt ist. Wie berichtet, wird das alte Betriebsgelände auf einer Fläche von gut 1500 Quadratmetern bis zu sieben Meter tief ausgehoben. Eine Gesundheitsgefahr besteht laut Stadt „aktuell aber nicht, weil das Grundwasser in diesem Bereich nicht als Trinkwasser genutzt wird.“ Auch ein „Direktkontakt mit dem belasteten Boden ist derzeit nicht gegeben.“ Wie berichtet, wurde im Boden unter anderem krebserregendes Chromat gefunden.

Im März 2010 sollte mit dem Abbruch des ehemaligen Betriebsgebäudes begonnen werden. Doch statische Probleme an der Kaltenbachbrücke verzögerten die Arbeiten um vier Monate. Das belastete Erdreich kommt auf eine Spezialdeponie. Die Bezirksvertretung Cronenberg hat noch einmal gefordert, dass die Lkw auf jeden Fall mit Planen abgedeckt sind. Kritisiert wurde auch, dass der Abtransport nicht über die Baustraße, sondern durch die Ortschaft Unterkohlfurth erfolgt.