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Berliner Platz: „Kältebus“ als Anlaufpunkt für Obdachlose

Berliner Platz: „Kältebus“ als Anlaufpunkt für Obdachlose

Der SkF, das Bürgerforum und der CVJM bieten Beratung — das THW stellt das Fahrzeug zur Verfügung.

Ein heißes Getränk, ein gutes Gespräch und ein warmes Plätzchen — das bedeutet für Menschen am Rande der Gesellschaft ohne Wohnsitz oder Arbeit an kalten Wintertagen Luxus. In Wuppertal bietet der Sozialdienst ka-tholischer Frauen — unterstützt vom Bürgerforum Oberbarmen und dem CVJM Oberbarmen — im Projekt „Mobile Nach(t)barschaft“ hilfsbedürftigen Menschen in den Wintermonaten auf dem Berliner Platz in Oberbarmen Hilfe.

Zusätzlich steht außerdem jeweils donnerstags der vom Technischen Hilfswerk Wuppertal gestellte „Kältebus“ mit Heißgetränken am Berliner Platz. Mitarbeiter wie Peter Lindermann, Daniel Plett und Stefan Rosengarten bieten außerdem Beratungsgespräche an. Zudem stellt die Inhaberin einer Eisdiele am Berliner Platz für die Menschen einen warmen Raum als Beratungsbüro zur Verfügung.

„Vor Ort präsent sein, Kontakte halten und Vertrauen schaffen ist wichtig“, wissen die Studentinnen Julia Kasprzyk und Aline Kochen als Mitarbeiter des SkF, der mit fünf ehrenamtlichen Kräften unkomplizierte Beratung und Hilfe bieten. Menschen ohne Wohnsitz, ohne Arbeit, viele, die ausländische Wurzeln haben, sollen erreicht werden. Meist gibt es Probleme mit Sozialleistungen, Mietrückständen oder familiäre Probleme. Vielen der Betroffenen fehlen Deutschkenntnisse.

„Wir vermitteln in Sprachkurse, kümmern uns um Schlafplätze, bieten Vermittlung zu Wohlfahrtsverbänden wie der Diakonie, unterhalten uns mit Vermietern oder helfen bei behördlichen Formularen. Ohne Wohnsitz zu sein, ist eine extrem emotionelle Belastung“, sagte Kasprzyk. „Die Leute müssen weg vom Berliner Platz hieß es oft“, so Sabine Münch, Diplom-Sozialpädagogin beim SkF. „Wir müssen die Hand reichen, Hilfe bieten, denn diese Menschen sind Teil unserer Gesellschaft.“