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Zeisigstraße: Nach dem Brand endlich wieder zu Hause

Zeisigstraße: Nach dem Brand endlich wieder zu Hause

Barmen: Die betroffenen Bewohner kamen größtenteils mit dem Schrecken davon.

Barmen. Die Fenster zur Wohnung stehen weit offen. Dass es in einer Wohnung an der Zeisigstraße am 23.Dezember gebrannt hat, sieht man auf den ersten Blick. Im Flur ist es dunkel, es riecht in den oberen Etagen noch immer nach kaltem Rauch. Die Brandwohnung im dritten Stock ist von der Polizei versiegelt worden. Noch immer ist unklar, warum das Feuer in der Küche einer 68-Jährigen ausbrach.

Die Fußmatte mit der Aufschrift "Willkommen" ist vor lauter Asche kaum noch zu erkennen. Die Lackschicht an der Tür hat sich von der Hitze zum Teil abgelöst, Die ehemals rote Wand ist größtenteils schwarz. Noch hat sich niemand gefunden, der den Dreck, vor der Tür beseitigt.

Nur die Fenster sind, so weit möglich, geöffnet. 18 Personen, darunter neun Kinder und die jene 68-Jährige mussten einen Tag vor Heiligabend vom Rettungsdienst versorgt werden. Unter anderem bestand bei mehreren Personen der Verdacht auf Rauchgasvergiftung.

Familie Sostmann ist noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen. Den Eltern und dem kleinen Jonas ist nichts passiert. Nur die Küche hat einige Wasserflecken vom Löschwasser abbekommen. "Die Hausverwaltung hat sich schon um die Schäden gekümmert. Im nächsten Jahr wird dann alles repariert," sagt Vater Benjamin Sostmann. Der fast zweijährige Jonas dagegen hatte nur Augen fürs Blaulicht und die vielen Feuerwehrleute. "Für ihn war das alles nur ein großes Spiel," sagt Vater Benjamin.

Obwohl die Feuerwehr davon abgeraten hat, die Nacht vom 23.auf den 24. in der Wohnung zu verbringen hat Benjamin Sostmann trotzdem in seinen eigenen vier Wänden übernachtet.

Genauso wie Stefanie Klee: "Wir hatten keine Heizung und kein warmes Wasser. Und es roch ein wenig verbrannt. Aber sonst war es kein Problem in die Wohnung zurückzukehren."

Die junge Frau die einen halben Flur über der zerstörten Wohnung wohnt, war zur Zeit des Brandes nicht zu Hause. "Ich wurde nach Hause gebracht und habe es Anfangs verdrängt, dass es bei mir im Haus brennen könnte," sagt sie. Angst hatte sie nur um ihre Meerschweinchen.

"Ein Feuerwehrmann hat sie aus meiner Wohnung gerettet. Als die in Sicherheit waren, war ich nur noch ungeduldig, ob und wann ich wieder in die Wohnung zurück kann." Weihnachten konnten die meisten in ihren Wohnungen feiern.