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WZ-Mobil: "Die Junior-Uni ist ein Gewinn für den Stadtteil"

WZ-Mobil: "Die Junior-Uni ist ein Gewinn für den Stadtteil"

Am WZ-Mobil stoßen auch die Planungen für das Umfeld auf ein positives Echo.

Loh. Selbst im trüben Regenwetter ist die bunte Fassade der Junior-Uni ein echter Hingucker. „Noch in diesem Jahr soll der Umzug erfolgen“, kündigen Prokuristin Ina Krumsiek und Ernst-Andreas Ziegler, „Macher“ des Projekts, am WZ-Mobil an. Und auch die Anwohner freuen sich auf die neuen Nachbarn.

„Das ist ein Gewinn für den ganzen Stadtteil“, sagen Hannelore und Friedhelm Amoneit. „Ich unterstütze die Idee, die Lernfreude zu wecken“, erklärt auch Klaus Elle und fügt an: „Hier, fast im geographischen Zentrum der Stadt.“ Die Junior-Uni sei ein Leuchtturm-Projekt. „Fehlt nur noch ein echter Leuchtturm.“ Vielleicht lasse sich so etwas ja sogar realisieren mit Blick auf das geplante Wasserkraftwerk der WSW in der Wupper, das das Technikverständnis der Junior-Uni-Absolventen verbessern soll.

Vivian Wittler (16) hat schon mehrere Kurse in der Junior-Uni besucht: „Es gibt wirklich interessante Angebote und für jedes Alter ist etwas dabei. Ich habe zum Beispiel schon einen Foto-, einen Kunst- und sogar einen Kosmetikkurs besucht, in dem uns gezeigt wurde, wie man Cremes selbst zusammenmischen kann. Der Neubau der Uni gefällt mir supergut, die bunten Scheiben machen alles viel moderner.“

Auch der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Barmen, Manfred Mankel (SPD), ist begeistert von der Besonderheit des Projektes Junior-Uni: „Was hier aus vielen kleinen Privatgeldern in so kurzer Zeit entstanden ist, ist einmalig, weil es die Uni auch ist.“

„Die Bauform bildet das architektonische Herzstück: Die geschwungenen Formen sollten die Dynamik dieses einmaligen Standortes direkt an der Wupper aufnehmen. Das Projekt ist ein Gewinn für das ganze Quartier und seine Anwohner: Endlich wird es am Loh mehr Frei- und Grünflächen geben, wo man sich aufhalten, spazieren und begegnen kann“, erzählt der stolze Architekt des Neubaus, Johannes Niedworok.

Dozentin Ines Bongard-Deeters (38) unterrichtet sogar Vierjährige in Kursen wie „Mathematik ohne Zahlen“ und sagt: „Ich finde es ganz wunderbar, dass Lernen nun so in Natur und Freiheit integriert werden kann. Bildung sollte Kinder auf allen Ebenen erreichen. Wuppertal wird zu einer richtigen Bildungsperle.“

Etwas kritisch sieht das Jürgen Wulf (58): „Kinder sollen Kinder bleiben. Solange die Kinder an der Junior-Uni spielerisch etwas lernen, ist das schon gut. Man sollte den Kleinen aber die Kindheit lassen.“

Gillian Ludwig (72) sieht auch Schattenseiten des Projektes: „Natürlich sieht das alles sehr schön aus und ist an sich eine schöne Idee. Doch Wuppertal hat kein Geld, warum wird das letzte bisschen dann ständig für neue Projekte rausgeworfen?“

Frank Zlotorzenski und Bernd Osthoff von der Stadt erläuterten auch noch einmal die Pläne für die Wupperpromenade und das Umfeld der Junior-Uni. Die beiden heben vor allem den Wupperzugang hervor. Bisher seien in der Stadt die Menschen eher vom Fluss abgehalten worden, jetzt setze man auf die Wupper, so Zlotorzenski. Am Zugang selbst wird es deshalb auch keinen Zaun als Abgrenzung geben.

Zum geplanten Bolzplatz sei derzeit eine Drucksache für die Bezirksvertretung Barmen in Arbeit. „Es wird wohl auf einen Kunstrasenbelag hinauslaufen“, so Zlotorzenski. Das sei der Wunsch der Bürger und der Politik